Parolen gefasst

Die GJF haben am Donnerstag, 15. April, die Parolen zu einigen Landsgemeindegeschäfte gefasst.



Der Memorialsantrag zum „Passivrauchschutz“ wird sicher für viel Zündstoff an der kommenden Landsgemeinde sorgen (Bild; archiv)
Der Memorialsantrag zum „Passivrauchschutz“ wird sicher für viel Zündstoff an der kommenden Landsgemeinde sorgen (Bild; archiv)

Die Landräte Susanne Elmer (Netstal/ Ennenda), Thomas Vögeli (Rüti) und Mike Hess (Näfels) stellten die brisantesten Geschäfte kurz vor. Es zeigte sich schnell, dass die Meinungen der Mitglieder sehr unterschiedlich waren, was eine sehr spannende Diskussionsrunde zur Folge hatte.
Der Memorialsantrag zum „Passivrauchschutz“ gab viel zu besprechen, die Voten gingen über Existenzfragen von sehr kleinen Gastronomielokale bis hin zu grundsätzlichen Überlegungen wie Gleichbehandlung aller Restaurationsbetriebe. Am Schluss der Debatte resultierte Stimmfreigabe.
Die Änderung des Gesetzes über das Kantons- und Gemeindebürgerrecht wird klar unterstützt, wenn auch die Frage gestellt wurde, ob der Anreiz für die Nutzung von Integrationskursen genügend hoch ist.
Der Antrag der JUSO betreffend der kostenlosen Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel wird einstimmig abgelehnt. Die Glarner Jungfreisinnigen stimmen den Voten von Regierung und Landrat zu, wonach der Anreiz zur Nutzung des ÖV durch Qualität und dichterem Fahrplan eher zu steigern ist, als durch Gratisangebot.
Eine sehr grosse und engagierte Diskussion ergab die Behandlung des Antrages zur Einführung des Stimm- und Wahlrechts für Ausländerinnen und Ausländer. Obwohl die Gründe der Befürworter auch den Jungfreisinnigen als berechtigt erscheinen, wird die Einbürgerung als Alternative für das Stimm- und Wahlrecht doch ein wenig höher gewichtet. Die Schlussabstimmung offenbarte deshalb auch nur eine knappe Mehrheit zu Gunsten der Ablehnung des Memorialsantrags.