Nicht ganz alle Qualifizierten erschienen am Finaltag des Glarner Luftgewehr-Sommercups, doch konnte Jürg Fischli bis auf ein paar wenige das grosse Starterfeld in Glarus begrüssen. In der 1. Runde gab es bei der Elite keine nennenswerten Überraschungen. Aufgrund des Tableaus trafen halt doch bereits Schützen wie Thomas Wüest und Olympiateilnehmer Pascal Loretan aufeinander. Loretan behielt das bessere Ende für sich und schickte Wüest in die Hoffnungsrunde. In der jeweiligen Hoffnungsrunde der beiden Tableauhälften waren eben Cracks wie Wüest, Paul Wyrsch, Nicolas Rouiller, Samantha Gugler und noch viele mehr vertreten. Die Hoffnungsrunde (shoot-off-System) bescherte nur den zwei besten Athleten das Ticket für den Sechzehntelfinal. Paul Wyrsch und André Eberhard setzten sich durch. Bei der anderen Hoffnungsrunde waren dies Thomas Wüest und Matthias Tanner.
Das frühe Aus von Bürge
Der Sechzehntel- bzw. Achtelfinal lichtete die Dichte an Spitzenschützen. So mussten sich beispielsweise Titelanwärterin Silvia Guignard, Thomas Wüest, Lars Färber, Paul Wyrsch, die letztjährige Siegerin Eva-Maria Bruderer sowie die porträtierte Andrea Bürge verabschieden. Bereits nach dem Sechzehntelfinal waren auch für die Glarner René Müller und André Eberhard Schluss mit der heimischen Vertretung. Im Viertelfinal kamen die späteren Medaillengewinner langsam, aber sicher auf Touren. Pascal Loretan deklassierte Yvonne Graber mit 198:195 Punkten. Die Geschwister Beyeler warfen Sonja Haller und Aurore Verdon aus dem Rennen. Sibylle Pfiffner schickte Martina Landis nach Hause. Im Halbfinal schossen sich Irene Beyeler und Pascal Loretan in den grossen Final, während Bruder Simon gegen Pfiffner nur noch um den dritten Rang kämpfen konnte. Pascal Loretan sicherte sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit 103.6:103.1 Punkten gegen Irene Beyeler den Sieg. Ihr Bruder wollte auch noch aufs Podest und bezwang Sibylle Pfiffner mit 101.9:101.4 Ringen.
Die Favoriten strauchelten
Wie bei der Elite ging es auch beim Nachwuchs ähnlich zu und her. Aufgrund hochstehender Begegnungen in der ersten Runde sahen sich Jasmin Mischler, Christoph Dürr, Martina Scherrer oder der einheimische Patrick Hunold in der Hoffnungsrunde wieder. Mit einer starken Finalleistung schossen sich Jasmin Mischler und Patrick Hunold nochmals in den Wettkampf zurück. Im Achtelfinal scheiterte die mehrmalige Siegerin Fabienne Füglister gegen Jan Hollenweger. Im Viertelfinal war dann die andere Titelanwärterin, Jasmin Mischler, an der Reihe. Auch sie musste nach Hause, wie Hollenweger, Hunold oder Michelle Heynen. Jan Lochbihler traf im Halbfinal auf Michael Scherrer (195:191) und Barbara Schläpfer auf Sandro Greuter. Bei diesen beiden musste ein Entscheidungsschuss über den Sieger entscheiden (10.0:9.1). Die Appenzeller Ausserrhoderin Barbara Schläpfer hielt an ihrer Siegessträhne fest, schlug im grossen Final Jan Lochbihler mit 101.6:101.0 und sicherte sich somit den Nachwuchstitel. Michael Scherrer holte sich gegen Sandro Greuter (101.8:98.2) die Bronze-Auszeichnung.
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