Patrick Hunold holt mit dem Schweizer Team Bronze

Der Molliser Patrick Hunold schreckt auch vor einer Europameisterschaft nicht zurück. Der 16-jährige Glarner Sportschüler holte dank einer sensationellen Leistung Team-Bronze.

 




Trotz seiner jungen Jahre weist Patrick Hunold bereits ein beachtliches Repertoire an internationalen Erfolgen auf. Den jüngsten realisierte er diese Woche im kroatischen Osijek an den Kleinkaliber-Europameisterschaften. Nachdem der Molliser bereits mit dem Luftgewehr das EM-Debüt feiern konnte, qualifizierte er sich auch für die Outdoormeisterschaften.

Erwartungen erfüllt


Zusammen mit Roberto May und Manuel Lüscher bildete Hunold das Schweizer Trio beim Dreistellungs-Wettkampf über 3x40 Schuss. Die Erwartungen gegenüber dem jungen Glarner waren hoch, weiss doch jedermann, der ihn kennt, dass eine Spitzenplatzierung möglich ist. Ungeachtet von diesem Druck reiste Hunold nach Kroatien, zelebrierte Schweizer Präzision und erfüllte die Erwartungen.

Knapp am Final vorbei


Seine Paradestellung Kniend verhinderte jedoch eine Finalteilnahme. Der Molliser hatte zu Beginn zu kämpfen. Erst beim siebten Schuss landete das Geschoss in der Mitte. Mit 92 Ringen erwischte er einen schlechten Start. Mit 96, 95 und 97 Kniendpunkten fing sich Hunold jedoch etwas auf. «Ich wusste, dass ich nun vollends angreifen muss», bemerkte Hunold. Das tat er beim Liegendteil dann auch. Mit 395 Punkten (98, 100, 98, 99) schoss er persönliche Bestleistung. Mit dem guten Liegendabschnitt war es jedoch noch nicht getan. Beim Stehendprogramm musste er Ränge gutmachen, wollte er den Finaleinzug der besten acht Schützen erreichen. Dieses Unterfangen wäre ihm beinahe gelungen. 374 Punkte und ein Gesamttotal von 1149 Ringen reichten nur knapp nicht. Drei Punkte fehlten dem Glarner, um im Final um die Medaillen in der Einzelwertung mitreden zu können.

Eine weitere Medaille


Für Edelmetall im Einzelwettbewerb hat es an dieser Europameisterschaft noch nicht gereicht. Dafür gewann er zusammen mit May (1156) und Lüscher (1142) mit 3447 Zählern die Bronzemedaille hinter Deutschland (3462) und den Russen (3453). Ein weiterer schöner Erfolg des Glarner Sportschülers.