Patrick Räbmatter mit Nordwestschweizer Premiere

Zwei Athleten standen in Siebnen im Zentrum: Patrick Räbmatter, der erstmalige Sieger aus dem Nordwestschweizer Lager, sowie der abtretende Eidgenosse Andreas Ulrich. Christian Pianta startete gut – verlor aber im Ausstich beide Duelle.



Den Grundstein legte Patrick Räbmatter schon im Anschwingen, als er Eidgenosse Christian Schuler mit Ableeren übers Knie rasch bezwang. «Dieser Sieg gab Mumm», gestand der Aargauer, der als erster Nordwestschweizer Schwinger überhaupt in Siebnen den Sieg davontrug. Anschliessend bezwang er auch Philipp Schuler und Severin Steiner, womit das Schwergewicht zur Halbzeit mit dem Punktemaximum dastand. Trotz eines Gestellten gegen Andreas Ulrich, der am Morgen ebenfalls alle drei Gänge gewann, blieb Räbmatter auf Schlussgangkurs. Diesen bewerkstelligte er mit einem Sieg über Beat Kennel.

Rasche Entscheidung

In der Endausmarchung ergriff «Räbi» von Beginn an die Offensive, was sich zu Beginn der zweiten Minuten mit einem platten Sieg auszahlte. «Meine Devise gegen Michael Gwerder lautete auf Resultat zu schwingen. Mit einem so schnellen Sieg rechnete ich aber nicht», gestand der Zofinger. Jörg Schneider, Sieger in den Jahren 1983, 1985 und 1987 in Siebnen war zwar gebürtiger auch aus der Nordwestschweiz, schwang zu dieser Zeit aber unter Rudolfingen für den Zürcher Verband, womit Räbmatter der erste Nordwestschweizer Sieger am oberen Zürichsee ist.

Drei namhafte Rücktritte

Michael Gwerder stellte in Beginn mit Stefan Burkhalter, ehe er vier Siege einfuhr. Im fünften Gang konterte er einen äusseren Haken-Angriff von Reto Nötzli zu seinen Gunsten. Gwerder und der Thurgauer Stefan Burkhalter waren nach fünf Gängen punktgleich. Burkhalter hätte bei einem Gestellten-Schlussgang gar den Sieg erben können, da er im sechsten Gang Christian Odermatt platt bezwang. Der Thurgauer wurde am Ende Zweiter. Auf den Rängen drei bis fünf folgen mit Andreas Ulrich, Reto Nötzli und Finalist Gwerder drei weitere Eidgenossen. Vorzeitig aus der Entscheidung fielen Christian Schuler, dem das Anschwingen völlig missriet, sowie dessen Cousin Alex Schuler, der am Vormittag zwei Mal stellte.

Mit dem Gersauer Andreas Ulrich und den beiden Rigiverbändler Christian Gwerder und Bruno Linggi traten drei Schwyzer Routiniers zurück. Ulrich, vierfacher Eidgenosse und zweifacher Rigisieger, war über Jahre eine Stütze des Innerschweizer Schwingerverbandes. Mit seinen beiden Söhnen durfte der Gersauer auf einem Einachser, welche seine Klubkameraden organisierten, über den Festplatz geniessen.

Drei Glarner im Rang zwölf

Bester Glarner wurde der Molliser Christian Pianta im Rang 12g. Nach einem Unentschieden gegen Romeo Bienz reihte er gegen Lukas Reichmuth, Aldo Spichtig und Damian Ulrich drei Siege aneinander. Die Niederlage gegen Andreas Ulrich im fünften Gang war absehbar, doch leider verlor der Metzgergeselle auch den letzten Gang gegen den Arther Pirmin Suter, womit er auf den zwölften Schlussrang zurückfiel. Im gleichen Rang reihten sich auch die beiden weiteren Molliser Christian Jöhl und Christof Kirchmeier ein. Jöhl startete mit zwei Niederlagen schlecht. Drei Siege und ein Gestellter gegen Lukas Reichmuth bedeuteten eine beachtliche Aufholjagd. Kirchmeier gewann die ersten beiden Duelle, ehe er drei Mal verlor. Mit einem Erfolg über Christian Forster beendete er den Wettkampf positiv.

Tschudi unterliegt Hegner

Einen Rang dahinter folgt Mario Tschudi. Auch dem Ennendaner glückten drei Siege. Zuletzt musste er aber ESAF-Teilnehmer Ueli Hegner das bessere Ende überlassen. Christian Schnyder, Näfels, kam auf Rang 17h. Er gewann am Morgen zwei Duelle, aber Nachmittag kam aber kein weiterer Sieg mehr dazu. Michael Laager, Mollis, im Rang 21c vergab eine bessere Platzierung mit zwei Unentschieden im Ausstich. Beni Rhyner, Ennenda, startete mit zwei Siegen und einem Gestellten in den ersten vier Durchgängen ebenfalls verheissungsvoll, fiel aber im fünften Gang verletzt aus.