Patrouille des Glaciers 2008 – vier Glarner Teams im Ziel

Lange Zeit hat es so ausgesehen, als ob der Gletschermarathon verschoben werden müsste. Starke Winde und Schneefall machten den Organisatoren Sorgen. Die Bedingungen für die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer waren in diesem Jahr ausserordentlich hart.

 



Das Team des RBT Glarnerland Oel-Hauser im Ziel in Verbier v.n.l mit Daniel Zopfi
Das Team des RBT Glarnerland Oel-Hauser im Ziel in Verbier v.n.l mit Daniel Zopfi

Schliesslich gab der Kommandant der Patrouille des Glaciers, Brigadier Marius Robyr, grünes Licht. Die Sicherheit auf dem Hochgebirgsparcours wurde durch die Armee in Zusammenarbeit mit zivilen Partnern gewährleistet.


Insgesamt nahmen 1365 Dreierpatrouillen an diesem weltweit einmaligen Wettkampf der Schweizer Armee teil (564 auf der Strecke von Zermatt nach Verbier, 801 von Arolla nach Verbier), unter ihnen etliche zivile Gruppen sowie Teams aus 22 Staaten weltweit. So waren neben den starken Equipen aus Frankreich, Italien und Spanien auch Patrouillen aus dem Libanon, Indien oder Luxemburg zu finden.


Die vier Glarner Teams, welche sich auf die Strecke wagten, erreichten alle gesund das Ziel. Jede Patrouille erlebte dabei ihre eigenen Geschichten. Die schnellste Glarner Zeit erreichte die Gruppe des RBT Glarnerland Oel-Hauser mit Bruno Elmer, Daniel und Martin Zopf in 9:57:47. Sie starteten in der Kategorie Militaires International.


Das Team um Markus Küng mit Theo Jäggi und Reto Schwitter, das in der Nationalen Militär Kategorie startete, lief in 10:14:03 von Zermatt nach Verbier. Die in der Kategorie Seniors 3 startenden Werner Marti, Peter Weber und Marcel Knaus bewältigten die Strecke in 12:43:35. Hanspeter Klauser startete bereits zum achten Mal zu diesem Wettkampf. Seine Patrouille wurde durch Hansruedi Fischli und Rolf Laager ergänzt. Sie erreichten das Ziel in 14:07:48.


Dieser Gebirgslauf ist einzigartig in seiner Länge und in seiner hochalpinen Höhenlage sowie

im anspruchsvollen Profil der Streckenführung.

In diesem Jahr bot die Patrouille des Glaciers erstmals den Rahmen für die Langstrecken-Team-Weltmeisterschaft im Skialpinismus. Die Damen vom SAC-Swiss Team, haben den Gletschermarathon von Zermatt nach Verbier in neuer Rekordzeit zurückgelegt. Sie brauchten für die 51 Kilometer lange Strecke mit rund 4000 Höhenmeter nur gerade 7 Stunden 53 Minuten und 25 Sekunden. Sie brachen damit den erst vor zwei Jahren aufgestellten Rekord um rund 23 Minuten. Bei den Herren holte sich das Swiss Team 1 mit dem Sarganser Alexander Hug, Florent Troillet (Lourtier/VS) und Didier Moret (Sales/FR) in 6 Stunden, 24 Minuten und 32 Sekunden den Sieg nach sechs Jahren wieder in die Schweiz.