Pendlerverein informierte sich über Neuerungen im ÖV

Am Donnerstag, 22. November, trafen sich 26 Mitglieder des Pendlervereins zur 17. Hauptversammlung im «Glarnerhof» in Glarus. Präsident Res Schlittler freute sich, Regierungsrat Kaspar Becker und Markus Josi, Beauftragter für den ÖV im Kanton Glarus, zu begrüssen. Danach führte er gewohnt zügig durch die Traktanden.




In seinem Jahresbericht blickte der Präsident unter anderem auch auf die traditionelle Schiffsreise von Zürich nach Rapperswil zurück. Ausgerechnet an diesem Tag gab es ein heftiges Gewitter, notabene im sonst sonnigen Sommer. Davon aber liessen sich die Pendler nicht vergrämen. Der Mitgliederbestand hat leicht abgenommen, die Vereinskasse ist gesund und so liessen die Mitglieder den Mitgliederbeitrag ohne Wortmeldungen auf dem gleichen Stand.

 

Aus dem Vorstand wurde kein Rücktritt vermeldet. Der Präsident bekräftigt allerdings, dass er im Jahre 2019 eine Findungskommission für die Neubesetzung des Präsidiums einsetzen will. Er amtet seit der Gründung des Vereins und möchte nun etwas kürzertreten. Für zehn Jahre Mitgliedschaft wurde Priska Müller mit einem Geschenk geehrt.

 

Nach den statutarischen Geschäften begrüsste Res Schlitter Regierungsrat Kaspar Becker, Vorsteher des Departements Bau und Umwelt. Dieser bedankte sich für die Einladung und überbrachte die Grüsse der Regierung. Danach berichtet er vom Treffen mit den SBB, und bemerkte zur Diskussion um die Buslinien, dass es schön gewesen wäre, wenn der Kanton schon etwas früher die heutige Lösung mit der Gemeinde Glarus gefunden hätte.

 

Danach berichtet Markus Josi über Neuerungen im ÖV. Für die sechs Buslinien in Glarus Nord und Glarus habe die Postauto Schweiz die günstigste Offerte eingereicht. Damit können pro Jahr 700 000 Franken Einsparungen erzielt werden. Gefahren werde mit dem bestehenden Personal des Unternehmens Niederer. Zudem könnten die Fahrgäste von neuen Fahrzeugen profitierten: kostenloses Wifi und zwei USB-Ladestationen pro Sitzreihe. Diese Busse fahren ab Dezember 2019.

 

Weiter berichtete Josi, dass die SOB die Konzession der S6 von Rapperswil nach Linthal übernehmen werde, und dass der Bahnersatzbus Schwanden–Linthal im Dezember 2020 von der SBB geführt werde. Zum Einsatz kommen neuste Flirt-Niederflurtriebzüge von Stadler. Damit einher geht auch ab Dezember 2022 die Einführung des halbstündlichen Eckanschlusses in Ziegelbrücke. Dabei wird auch die Wartezeit in Schwanden auf 4 Minuten reduziert. Diese Neuerungen haben leider auch Nachteile, unter anderem wird es in Nieder- und Oberurnen nur noch einen Halt pro Stunde geben. Zudem habe die Gemeinde Schmerikon Einsprache gegen den Ausbau zur Doppelspur zwischen Uznach und Schmerikon eingereicht.

 

Zum Ausbau 2030/35 sagte Josi, dass in der grossen Variante mit insgesamt 11,9 Milliarden Franken auch die Kreuzungsstelle Grosstal gehöre. Weniger erfreulich sei hingegen, dass es bei der Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes bis 2023 Verzögerung geben werde. Zuletzt konnte Josi noch erwähnen, dass der Memorialsantrag «ÖV für alle Dörfer» voraussichtlich an der Landsgemeinde 2020 behandelt werde kann.