Die Wahl von Pfarrer Peter Hofmann in den kantonalen Kirchenrat erfolgte einstimmig. Der zweite zu besetzende Sitz blieb jedoch vakant. Vizepräsidentin Gret Menzi, die nach 13 Jahren engagierter Tätigkeit verabschiedet wurde, ermunterte die Synodalen, sich zur Verfügung zu stellen: «Es war eine schöne Arbeit, ich habe sie genossen und viel gelernt.» Sie hatte rund sechs Wochen pro Jahr für die Glarner Kirche aufgewendet. «Wir werden Grets beherzten, zuverlässigen und oft auch energischen Einsatz vermissen. Eine Gret gibt’s halt nur einmal», sagte Kirchenratspräsident Ulrich Knoepfel in seiner Würdigung.
Alle Anträge zu Zukunftsprojekten genehmigt
Bei den Sachgeschäften standen die beiden Reformprojekte im Mittelpunkt: der Runde Tisch, der sich mit der finanziellen und strukturellen Zukunft der Glarner Landeskirche befasst, sowie das Projekt Glarner Generationenkirche, das sich mit den Inhalten der Kirche beschäftigt. «Überall in der Schweiz sind die Kirchen im Umbruch», sagte Paul Baumann von der St. Galler Kirche, der den Runden Tisch leitet: «Viele sagen, so kann es nicht weitergehen. Aber wie denn?» Die Synode nahm den Zwischenbericht zur Kenntnis, bewilligte 15 000 Franken für die Kosten im Jahr 2013 und hiess Anträge zur Grundlagenbeschaffung in den Kirchgemeinden mit einer Änderung von Urs Spälti, Mollis, gut.
Beim Projekt Glarner Generationenkirche will der Kirchenrat mehr Zeit, um die Umsetzung des Projektes – vor allem auch in finanzieller Hinsicht – zu planen. «Unser Entscheid soll gut überlegt sein, darf keine zu grossen Risiken mit sich bringen und darf uns nicht überfordern», sagte Ulrich Knoepfel. Am 12. Januar wird die Projektpräsentation wiederholt; die Beschlussfassung soll am 28. Februar 2013 an einer ausserordentlichen Synode erfolgen.
Beiträge überprüfen
Die Synode genehmigte das von Quästorin Rosmarie Figi vorgelegte Budget 2013, welches mit einem Verlust von 96 700 Franken rechnet. Auf Verlangen von Hansjürg Gredig, Schwanden, muss der Kirchenrat die Praxis der Beitragsgewährung überprüfen. Der Steuerfuss blieb unverändert auf zwei Prozent.
Diskussionslos gutgeheissen wurde ein Baubeitrag von maximal 82 450 Franken an die Sanierung der Kirche im Klöntal.
Ihr Gelübde legten Andrea Cremonese aus Netstal, Elisabeth Fischli-Noser aus Niederurnen und Franziska Schnyder-Baumgartner aus Nidfurn ab. Den scheidenden Synodalen Marina Marti-Auer aus Netstal, Ganda Schenk aus Niederurnen und Ruth Tüscher aus Betschwanden sowie Spitalpfarrer Urs Steiner dankte Synodepräsident Hans Thomann für ihren Einsatz.
Die Synode war mit einem Gottesdienst in der Stadtkirche Glarus eröffnet worden, gestaltet von Pfarrerin Christina Brüll Beck aus Mollis. Zur Synodepredigerin 2013 wurde Pfarrerin Andrea Rhyner-Funk bestimmt.
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