Petition für den Erhalt des Linthwerks

Mit der Petition für den Erhalt des Linthwerks spricht sich das Stimmvolk bereits zum vierten Mal für den substanziellen Erhalt des Linthwerks aus. Ein Bauwerk, das Land und Volk zuverlässig seit über 200 Jahren vor Hochwassern schützt. Diese demokratische Willensäusserung wird zur gelebten Demokratie, wenn die Regierung und Linthkommission diesen Willen tatsächlich respektiert.



Petition für den Erhalt des Linthwerks

Nach wie vor aber will Regierung, Linthkommission und Linthverwaltung am Projekt einer zweiten Aufweitung am Escher-Kanal festhalten. Dabei werden wir, entgegen des Konkordatsvertrags, vor vollendete Tatsachen gestellt, ohne auf die Bedürfnisse der Bevölkerung nach Art. 2 dieses interkantonalen Vertrags Rücksicht zu nehmen. Sie verweist auf sogenannte Fachstellen und erlaubt keine Einsicht in den Bericht des BAFU mit der fadenscheinigen Begründung, es handle sich um ein laufendes Verfahren. Kurzum: Auch im Glarnerland wird zunehmend verwaltet, nicht mehr regiert und Verantwortungen und Zuständigkeiten werden amtsintern hin- und hergeschoben. Es geht nur noch darum, möglichst viele Steuergelder zu verschleudern, um solche Fachstellen zu erhalten und um externe Planungs- und Beratungsbüros zu bedienen.

Das Stimmvolk von Glarus Nord hat an der kommenden Gemeindeversammlung vom 22. Juni 2026 die Möglichkeit, ein weiteres Mal seinen Willen zu bekunden, das grossartige Bauwerk Eschers und seine zweckmässige Funktion zu erhalten. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger werden über einen Änderungsantrag abstimmen, der sich mit dem Chli-Gäsitschachen befasst und vorsieht, dass in Zukunft einzig in dieser Aufweitung das Geschiebe der Glarner Linth bewirtschaftet (ausgebaggert) wird. Wir hoffen, dass dieser Antrag mit ebenso überwältigendem Mehr angenommen wird, wie 2023 das Reglement für den Erhalt des Linthwerks mit über 75% durch das Stimmvolk angenommen wurde.

Wir bedanken uns bei allen Personen, welche die Petition unterzeichnet haben und geben unserer Hoffnung Ausdruck, dass das bestens funktionierende Linthwerk in seiner bestehenden Form erhalten bleibt, so wie dies die Regierung im Landsgemeindememorial dem Glarner Stimmvolk zur Landsgemeinde 2002 versprochen hat. Das Linthwerk ist eine bau- und kulturhistorische Anlage, die heute nicht besser gebaut werden könnte.