Daniel Lienhard, Präsident von LinthGegenwind, übergab eine Kiste mit den gesammelten 4246 Unterschriften an den Landratspräsidenten. Küng hielt anschliessend eine Ansprache an die Versammelten, in der er sich für das demokratische Engagement bedankte und zusicherte, dass das Anliegen und die Argumente berücksichtigt würden.
Mit den Unterschriften wurde auch eine Dokumentation der Petition übergeben. Fast 1000 Unterschriften stammen aus dem direktbetroffenen Bilten, im Kanton Glarus kamen über 2200 Unterzeichner zusammen. Auch aus den angrenzenden Gemeinden kommen bemerkenswert hohe Unterzeichnerzahlen: Aus Schänis sind es 419, aus dem ganzen Kanton St. Gallen über 700 und aus dem Kanton Schwyz über 500 Unterzeichner.
2019 hatte der Landrat die damals bestehenden Windzonen in Bilten aus dem Richtplan gestrichen und damit das laufende Projekt LintWind der SAK gestoppt. In der Petitionsdokumentation wird Alt-Landrat und Alt-Gemeindepräsident von Glarus Nord Martin Laupper aus der Ratsdebatte vom 24. April 2019 zitiert, der es in seinem Votum auf den Punkt bringt:
Die Situation in Niederurnen und Bilten ist hochsensibel. Dieser Raum ist bereits stark belastet. Der Kanton hat alle wichtigen Infrastrukturen in diesem Gebiet vereint: die Abwasserreinigungsanlage, die Kehrichtverbrennungsanlage, die Nationalstrasse. Entsprechend sensibel sind die Bewohner dieses Gebietes. Man kann ihnen nicht alles zumuten. Würden in diesem Raum auch noch 200 Meter hohe Windräder gebaut, wäre das zu viel. Dieser Raum ist eng und hat für die Entwicklung des Kantons eine grosse Bedeutung. (…) Es gibt ein sehr hohes Entwicklungspotential im Bereich Wohnen. Das heisst nicht, dass das Gebiet, in dem die Windräder vorgesehen sind, zugebaut werden soll. Es handelt sich schliesslich um Landwirtschaftsland. Aber es gibt bestehende Bauzonen, die sehr viel Potential haben. Die Politik wird zunehmend über die Köpfe der Leute hinweg betrieben. Das löst grosse Frustration aus. Wenn der Friede gewahrt und eine Gemeinde gestärkt werden soll, muss der Windpark raumplanerisch verhindert werden. Das ist eine Voraussetzung für die Entwicklung der betroffenen Dörfer. Anlässlich der Petitionsübergabe veröffentlicht LinthGegenwind auch ein brandneues Standbild der noch in Arbeit befindlichen Visualisierung Windpark Linthebene mit den insgesamt 28 geplanten Windrädern. Diese Visualisierung zeigt sehr eindrücklich und in erschreckender Weise, wie die Region in eine Industriezone verwandelt würde.






