In der Schweiz leben rund 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen in finanziell schwierigen Verhältnissen. Für viele Familien sind zusätzliche Bildungsausgaben wie Nachhilfe oder individuelle Förderung nicht tragbar. Dies wirkt sich direkt auf die schulischen Leistungen sowie auf die weiteren Bildungs- und Berufschancen der betroffenen Kinder aus.
Die Volksschule leistet einen wichtigen Beitrag, um die Bildungschancen aller Kinder zu verbessern. Kinder aus einkommensschwachen Haushalten haben jedoch deutlich geringere Möglichkeiten, schulische Defizite auszugleichen. Bestehende Förderangebote sind kostenpflichtig und für einkommensschwache Familien schwer zugänglich. Das Projekt «Lernhelden» hat zum Ziel, den Zugang zu kostenlosen und niederschwelligen Förderangeboten für Primarschulkinder aus finanziell benachteiligten Familien auszubauen und zu sichern. Die Förderung erfolgt durch eine ausgebildete Lehrperson und wird durch engagierte Kantonsschülerinnen und Kantonsschüler ergänzt. Das Angebot findet zweimal wöchentlich während jeweils zwei Stunden über die Dauer von 40 Schulwochen statt. Der Pilotstandort ist in Glarus Nord. Der Regierungsrat spricht für die zweijährige Pilotphase einen Beitrag von 42 000 Franken aus dem Sozialfonds.




