«Polifonia» verbindet die Völker

Am vergangenen Samstag trat die Gruppe Polifonia im Kunsthaus Glarus auf und verbuchte mit diesem Konzert einen weiteren Erfolg in ihrer Karriere. Das zahlreiche Publikum war von den ersten Takten bis zu den Zugaben mit grosser Begeisterung dabei.



Musiker von «Polifonia» mit der Sängerin Ana Djordjevic. (Bilder: Marlène Sieber)
Musiker von «Polifonia» mit der Sängerin Ana Djordjevic. (Bilder: Marlène Sieber)

Den sechs Musikerinnen und Musikern ist es gelungen, gesellschaftliche Brücken zu schlagen. Für gut zwei Stunden waren Glarner mit Serbien, Bosnien, Mazedonien und weiteren Staaten aus dem Balkan verbunden. Klangen die Volksweisen der Instrumentals meist rasant und mitreissend, sorgten die Lieder nebst mancher Neckerei oft für Wehmut. Die Namen der Instrumente sind für hiesige Zuhörer teilweise recht ungewohnt: Frula, Kaval oder Tamburica nebst Klarinette, Akkordeon, Bassgeige, Geige und Bratsche. Die Lieder wurden von Ana Djordjevic mit einer derart natürlichen Hingabe vorgetragen, dass sich die Zuhörer gewollt oder ungewollt in einem musikalischen Wellenbad der Gefühle befanden. Fernweh löste sich mit Freude, Hoffnung mit Abschied ab. «Polifonia» sichert den Begriff für professionelle und präzise interpretierte Volksmusik. «Polifonia» ist aber auch der Garant dafür, dass sich die Herzen der Besucher vor, während und nach dem Konzert öffnen. Menschen gehen aufeinander zu und leben Kultur.