Politisches Handeln in den Dienst aller zu stellen, so kann die Grundidee des Forums umschrieben werden. Den Dialog zwischen Parteien und Generationen zu fördern, grundsätzliches Verständnis für die Position und die Einstellung des anderen zu wecken, dies strebt das Forum im Glarnerland an.
Unter diesen Voraussetzungen trafen sich etwa dreissig Personen aus der Glarner Politik. Die illustre Schar aus Landrätinnen, Parteipräsidenten, Jungpolitikern und generell Politikinteressierten war, wie es sich für Politiker gehört, innert kürzester Zeit in Gespräche vertieft. In lockerer Atmosphäre und bei vorzüglichen Spaghettis wurde wieder einmal festgestellt, dass die anderen auch nur „Menschen“ sind.
Nach dem kulinarischen Teil konnte Christian Marti von der Vorbereitungsgruppe Liz Fischli-Giesser begrüssen, die aus Wabern bei Bern für ein Inputreferat angereist war. Liz Fischli politisiert im Gemeindeparlament von Köniz und stellte den anwesenden Glarnerinnen und Glarner das Forum „Politik und Geschwisterlichkeit“ vor. Ebenfalls gab sie konkrete Anregungen für die überparteiliche Zusammenarbeit.
Das Forum wurde von Chiara Lubich 1996 in Italien ins Leben gerufen. Chiara Lubich selbst ist die Gründerin der Fokolar-Bewegung, einer christlichen, ökumenischen und internationalen Bewegung, die sich für gelebte Nächstenliebe – Geschwisterlichkeit - und den weltweiten Dialog einsetzt. Wenn diese Geschwisterlichkeit über die legitimen Parteidifferenzen gestellt wird, kann eine Politik möglich sein, die Frieden, Gerechtigkeit und Achtung vor allen Menschen weltweit durchsetzen kann, so die grosse Hoffnung des Forums.
Die nachfolgende Diskussion zeigt: Die Idee wird von allen positiv aufgenommen. Man will klein beginnen im Glarnerland, informelle Treffen wie dieses tragen viel zum gegenseitigen Verständnis bei, ist der Grundtenor. Lösungen über die Parteigrenzen hinaus finden, ist eine andere Anregung. Man darf sich ruhig auch mal von einer Meinung überzeugen lassen, die nicht die der eigenen Partei ist, meint Peter Landolt. Und es scheint klar: Eine Offenheit gegenüber allen Ideen und ein Blick, der nicht an Landesgrenzen halt macht, ist notwendig um die Probleme unserer Zeit anzugehen.
Was bleibt ist ein gelungener Abend der hoffentlich eine Wiederholung findet, die Freude darüber, dass sich Politiker aller Parteien in geschwisterlicher Atmosphäre unter dem Banner von Solidarität, Respekt und Internationalität versammelt haben.
Und vor allem bleibt die Hoffnung: Eine bessere Welt ist möglich.
«Abenteuer Turnhalle» – dem Herbstwetter entfliehen



