Politiker zeigen ihre Verbundenheit zum Schiesswesen im Kanton Glarus

Es gehört zur Tradition, dass aus Anlass des Eidgenössischen Feldschiessens der Glarner Kantonal Schützenverband jeweils Gäste aus Politik, Wirtschaft und Militär auf einen Rundgang auf verschiedene Schiessplätze im Kanton Glarus einlädt. Mit diesem Rundgang zeigt der Verband seine tiefe Verbundenheit zu den Schützinnen und Schützen, die in friedlichem und freundschaftlichem Wettstreit über das Wochenende ihre Treffsicherheit beweisen konnten.




Auf verschiedenen Schiessplätzen im Kanton Glarus fand über das Wochenende das Eidgenössische Feldschiessen 2019 statt. Das grösste Schützenfest auf der Welt kann auf eine 130-jährige Tradition zurückblicken. Dabei wird für ein ganzes Wochenende auf nationaler Ebene eine der ältesten Schiesstraditionen mit Geselligkeit und Sportlichkeit zelebriert. Rund 700 Glarner machen jeweils beim Gewehrprogramm und 180 beim Pistolenprogramm mit. Schweizweit sind es rund 125 000 Schützinnen und Schützen, welche an diesem Wochenende dieser Schiesstradition Folge leisten. Ein Fest für Schützen und solche, die gerne schiessen oder es probieren möchten. Bereits ab dem 10. Altersjahr kann jede Schweizerin und jeder Schweizer sich in friedlichem Wettstreit die Treffsicherheit beweisen.

Feldschiessen-Rundgang hat Tradition

Zum diesjährigen Feldschiessen-Rundgang trafen sich auf eine Einladung von Kreiskommandant Major Walter Rhyner im Zeughaus in Glarus verschiedene Gäste aus der Politik, Wirtschaft und Militär. Kreiskommandant Major Walter Rhyner hiess die Gäste, unter ihnen Landammann Dr. Andrea Bettiga mit Gattin Annemarie, Landratspräsident Bruno Gallati und Gemeindepräsident This Vögeli von Glarus Süd herzlich, willkommen. Mit dabei waren vom Glarner Kantonal Schützenverband Präsident Hans Heierle, Geschäftsstellenleiterin Pia Freitag und Pressechef Remo Reithebuch. Hansjakob Marti als Präsident der Schiesskommission und Hauptabteilungsleiter Militär und Zivilschutz vertraten die Interessen des Kantons.

Vom der Schiessanlage Allmeind in Glarus …

Mit sicherer Hand führte Motorfahrer Mathias Luchsinger mit seinem Shuttlebus die illustre Gruppe von Schiessplatz zu Schiessplatz. Erste Station war die Schiessanlage Allmeind in Glarus, wo Mitglieder des SV Netstal unter Präsident Walter Gabathuler für einen optimalen Schiessbetrieb sowohl auf der 300-Meter-Anlage als auch im Pistolenstand über 25 und 50 Meter sorgten. In der heimeligen Schützenstube, gleichzeitig Rechnungsbüro für Feld-Chef Martin Horner und SV Netstal-Präsident Walter Gabathuler, rauchten schon frühzeitig die Köpfe, während einen Stock höher die Nachfolgerinnen und Nachfolger Wilhelm Tells in friedlichem Wettstreit um das begehrte Kranzabzeichen mit dem Basel Stadt-Wappen als Emblem waren.

... zum Schiessstand Matt in Schwanden …

Nach dem Augenschein in Glarus ging die Fahrt mit der fröhlich aufgestellten Truppe weiter nach Schwanden, wo im Schiessstand Matt schon reger Betrieb herrschte. Für die Organisation eines geordneten Schiessbetriebs war dort die Schützengesellschaft Leuggelbach unter der Regie von Präsident Walter Hösli verantwortlich. Um gleich bei Präsident Hösli zu bleiben: Mit hervorragenden 71 Punkten bei einem Maxim von 72 Punkten gehört der Leuggelbacher Meisterschütze zu den Favoriten, wenn es um den besten Schützen im Kanton Glarus am Eidgenössischen Feldschiessen 2019 geht. 

… und zur Schiessanlage Rubschen in Linthal

Den Abschluss dieses eindrücklichen Feldschiessen-Rundgangs bildete eine Visite im tollen Schützenstand in Linthal, wo der Militärschiessverein Linthal mit Präsident Fritz Zweifel an der Spitze für die Organisation zuständig war. Auch hier dasselbe Bild wie bei den Schiessplätzen Glarus und Schwanden zuvor. Ein munteres, kameradschaftliches und fröhliches Treiben im Schützenstand mit hervorragenden Schiessresultaten und in der heimeligen Schützenstube fröhliches und kameradschaftliches Beisammensein. Und genau darin liegt ja der Spirit des Eidgenössischen Feldschiessens. Allen Schützeninnen und Schützen für das Jahr 2019 ein kräftiges «Guet Schuss»!

Schiessgeschichte zum Abschluss

Dreht man das Rad der Zeit ins 18. Jahrhundert zurück, findet man in den Geschichtsanalen der Militärorganisation Aufzeichnungen eines sogenannten Zielschiessens für Mannschaften. Die Schiessresultate waren jedoch in dieser Zeit allgemein unbefriedigend. «Von den auf die mittlere Distanz von 300 Metern auf eine Mannsfigur abgegebenen Schüssen hatten nur 15% getroffen und 85% haben danebengeschossen», hiess es damals in einer Schützenzeitung. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurde im Jahr 1874 eine obligatorische, ausserdienstliche Schiesstätigkeit eingeführt. Anfangs wurden Diplome, kantonale und eidgenössische Anerkennungskarten abgegeben. Dieses Jahr ist das Abzeichen dem Kanton Basel Stadt gewidmet. 1935 wurde das Kranzabzeichen eingeführt. Heutzutage schiessen zirka 60% der Schützinnen und Schützen diese Auszeichnung.