Porträts farbenfroher und offener Menschen im Sernftal

Die Stiftung Pro Elm hatte kürzlich zu einer Vernissage mit der in der Szene bestens bekannten Installationskünstlerin und Porträtmalerin Manette Fusenig-Loderer eingeladen. Im heimelig, toll renovierten ehemaligen Schopf der Schiefertafelfabrik in Elm konnte Stiftungspräsident alt Ständerat Kaspar Rhyner-Sturm die geladenen Gäste, unter ihnen Landesstatthalterin Marianne Lienhard und den emeritierten ETH-Professor Peter Jenny, herzlich willkommen heissen.




Die Erhaltung der alten Bausubstanz im Gemeindegebiet Elm sowie die harmonische Erneuerung, Ergänzung und Neubelebung der Gemeindeteile in ihrer landschaftlichen Umgebung sicherzustellen, hat sich die Stiftung Pro Elm zuoberst auf die Fahne geschrieben. Nachdem der einstigen Schiefertafelfabrik im Jahre 1997 wieder eine kulturelle Neunutzung gewährt wurde, erhielt jetzt auch der einstmals dazugehörende Schopf ein neues Gesicht und gleichzeitig einen sinnvollen Verwendungszweck. Und das Gesicht darf sich wahrlich zeigen lassen. Der Bauherrschaft, Planern und den an der Renovation und Sanierung beteiligten Firmen und Handwerkern darf man für das gelungene Werk gratulieren. Sie haben es fertiggebracht, ohne architektonischen Firlefanz dem Schieferfabrik-Schopf ein gelungenes Facelifting anzubringen.

In seiner bekannt markigen, stets mit viel Schalk verbundenen Art begrüsste das Elmer Urgestein alt Ständerat Kaspar Rhyner die zahlreich anwesenden Besucher zur Vernissage der in Biel wohnhaften Installationskünstlerin und Portraitmalerin Manette Fusenig-Loderer. Die in der Szene bestens bekannte Künstlerin ist für die Elmer Bevölkerung auch keine Unbekannte, hängt doch ihr erstes Werk kaum einen Steinwurf vom renovierten Schopf entfernt im Schiefertafelmuseum. So kam es, dass sich die Verantwortlichen der Stiftung sich an die Künstlerin erinnerten. Sie erhielt von der Stiftung Pro Elm den Auftrag, im Schopf der ehemaligen Schiefertafelfabrik ein zweites, der Nachwelt nachhaltig in Erinnerung bleibendes Werk zu schaffen.

Farbenfrohe und offene Menschen im Sernftal

Die arrivierte Künstlerin liess sich nicht zweimal bitten und kreierte an den Holzwänden des Schopfes unter dem Motto «Farbenfrohe und offene Menschen im Sernftal» eine wunderschöne Porträtserie bekannter und weniger bekannter, mehrheitlich aus Elm stammenden Gesichtern. Die lebensecht wirkenden und ausdruckstarken Porträts, unter ihnen auch solche von Kindern, hatte sie über Monate und Wochen hinweg mit subtiler Maltechnik und der Benutzung weicher Pastellfarben direkt auf die nackten Holzwände des ehemaligen Schopfes der Schiefertafelfabrik gezaubert. Die gebürtige Luxemburgerin und heute in Biel wohnhafte Künstlerin präsentierte dabei ihr zweites, hervorragend gelungenes Kunstwerk in Elm mit viel Charme und Humor. Die anwesenden Gäste verdankten ihre Präsentation mit warmem Applaus. Der gebürtige Sooler Peter Jenny, Professor für Bildnerisches Gestalten an der Architekturabteilung der ETH in Zürich, nutzte die Gelegenheit, in einer gehaltvollen, launigen Laudatio seine ehemalige Kommilitonin und ihre ganz spezielle Schaffensart näher vorzustellen. Er tat das mit viel Enthusiasmus und grosser Fachkompetenz, dazu angenehm knackig kurz und für jedermann/frau verständlich.