PostAuto Schweiz AG mit bester Offerte für Buslinien im Glarner Unter- und Mittelland

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) und der Kanton Glarus beabsichtigen, die Buslinien im Glarner Unter- und Mittelland an die PostAuto Schweiz AG (Region Ostschweiz) zu vergeben. Die Niederer Autobetrieb AG betreibt im Auftrag von PostAuto Schweiz AG ab Dezember 2019 weiterhin die sechs Buslinien.




Unter der Federführung des Kantons Glarus haben die Besteller Kanton und Bund eine Ausschreibung der Buslinien im Glarner Unter- und Mittelland durchgeführt. Mit der Vergabeabsicht vom 11. September 2018 hat das BAV nun formell das Konzessionsverfahren eröffnet, welches voraussichtlich gegen Ende Jahr mit dem Erlass der beschwerdefähigen Vergabe- und Konzessionsverfügung abgeschlossen wird.

An der Ausschreibung beteiligten sich drei Transportunternehmen. Die PostAuto Schweiz AG unterbreitete das wirtschaftlich günstigste Angebot. Sie hält dabei an der Zusammenarbeit mit dem Glarner Unternehmen Niederer Autobetrieb AG fest. Dieses betreibt die Linien im Auftrag der SBB AG und PostAuto Schweiz AG bereits heute. Die Mitarbeitenden des heutigen SBB-Auftrags werden von der PostAuto Schweiz AG zu unveränderten Konditionen übernommen.

PostAuto Schweiz AG wird auf den Linien neuste Niederflurfahrzeuge einsetzen. Die Fahrzeuge verfügen über Motoren der Schadstoffklasse Euro 6 und sind damit besonders umweltfreundlich. Reisenden steht zudem neu ein gratis Internetzugang über Wifi sowie zwei USB-Ladestationen je Sitzreihe zur Verfügung.

Gegenüber heute reduzieren sich die Abgeltungskosten von Bund und Kanton jährlich um rund 1,1 Millionen Franken pro Jahr. Der Gesamtnutzen der Ausschreibung übersteigt die damit verbundenen Kosten (externer Auftrag, Eigenleistungen Bund und Kanton) um ein Vielfaches.

Die SBB AG hat im Herbst 2015 den Kanton Glarus über ihren Verzicht auf eine Konzessionserneuerung der SBB-Buslinien informiert. Daraufhin schrieben das BAV und der Kanton Glarus sechs Buslinien im Glarner Unter- und Mittelland mit Publikation im Amtsblatt vom 18. Januar 2018 aus.