Potenzial der Hausdächer nutzen

Im Vorfeld der Hauptversammlung des Hauseigentümerverbandes Glarnerland von letztem Donnerstag, erklärten Martin Zopfi und Jürg Zentner von der tb.glarus die Auswirkungen des kürzlich angenommenen Stromgesetzes und die Möglichkeiten von Solaranlagen auf Hausdächern.



HEV Präsident Hans Schnyder (Bilder: j.huber)
HEV Präsident Hans Schnyder (Bilder: j.huber)

Im Gegensatz zur Wasserkraft wird die Solarenergie in der Schweiz noch in einem sehr bescheidenen Rahmen genutzt, meinte Martin Zopfi, Geschäftsführer tb-glarus im Vorfeld der Hauptversammlung des Hauseigentümerverbandes Glarnerlands im «Schützenhaus». Mit dem frisch angenommenen Stromgesetz soll nun dieses noch schlummernde Potenzial vor allem auf vielen Dächern genutzt werden. «Nationale Regelungen und Förderprogramme stehen nun in den Startlöchern.» Wie das ganze vom Hauseigentümern umgesetzt werden und welcher Mehrwert das bieten kann, führte anschliessend Jürg Zentner aus. Am sinnvollsten sei es hierbei, dass die gewonnene Energie möglichst selber genutzt wird. Für die Technischen Betrieben heisst der Systemwechsel aber auch, dass weniger die eigene Stromproduktion, sondern vermehrt die Verteilung der Energie in den Fokus rückt. Neben der Produktion wird hier immer mehr auch die Speicherung umso wichtiger.

Auf den Wohnungsmarkt blickte anschliessend an der Hauptversammlung im «Schützenhaus» Glarus HEV-Präsident Hans Schnyder. «Von einer Immobilienblase spricht aktuell niemand mehr.» Von der Befürchtung von zu vielen Wohnungen noch vor ein paar Jahren, hat sich die Situation fast komplett gewandelt. «Bis 2026 rechnet man mit bis zu 50 000 fehlenden Wohneinheiten. Dies hat starken Einfluss auf die Preise und Mieten.» Gerade in den Ballungszentren sei bereits jetzt die Situation schon sehr extrem. Umso mehr freue er sich, dass mit dem Kartoni-Areal in Ennenda und dem Wohnpark Glarus Süd in Linthal gerade im Kanton Glarus hier eine schöne Anzahl neuer Wohneinheiten entsteht. Auch das «Verdichtete Bauen» sei für Schnyder sinnvoll, da man hier auch sparsam mit dem Bau- und Kulturland umgehe. National dürfe die Bautätigkeit noch stärker sein.

Zudem ordnete Schnyder in seinem Jahresbericht, das Geschehen in den geopolitischen Rahmen. «Zum Krieg in der Ukraine hat sich im letzten Jahr noch der Konflikt im Nahen Osten gesellt. Und eine Beruhigung ist in beiden Fällen noch nicht absehbar.» Aber auch das Naturereignis bei der Wagenrunse habe gezeigt, wie schnell Ereignisse passieren können. «Sie zeigt aber auch, wie solidarisch wir mit unseren Mitmenschen umgehen.» Mit dem Dank an Geschäftsleiterin Andrea Gisler und die Angebote des Verbandes schloss Schnyder die sehr gut besuchte Hauptversammlung des Hauseigentümerverbandes Glarnerland.