«Gesellschaftliche und technologische Innovationen sind im Glarnerland fest verankert», so Sven Wiederkehr, CEO der Glarner Kantonalbank in seinen Begrüssungsworten. Er zeigte sich hoch erfreut über die Rekordbeteiligung von 25 eingereichten Projekten von sehr hoher Qualität. Diese wiederum stellte dann die fünfköpfige Jury (Victoria Romeo Martin Hefti, Konrad Marti, Sabrina Strub, Dr. Jakob Marti und Lisa Hämmerli) vor einige knifflige Aufgaben in der Eruierung der Sieger. Seth Müller war es vorbehalten, sämtliche Projekte kurz vorzustellen und zu erläutern.
Nachhaltigkeitspreis geht an die Proto Chemicals AG
Dem Unternehmen mit Sitz in Mitlödi ist es gelungen, mit der Umstellung ihrer Produktionsprozesse auf eine Kombination aus Nieder- und Hochtemperaturwärmepumpen die Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe unabhängig von fossilen Brennstoffen zu gestalten. Die Anlage gilt als weltweit eines der ersten Systeme, welche eine vollständig fossilfreie Wirkstoffsynthese im industriellen Massstab ermöglicht. Das Wärmepumpensystem wird mit Strom aus Schweizer Wasserkraft und aus betriebsinternen Abwärme- und Kühlenergieströmen, die aufbereitet und dem Produktionsprozess erneut zugeführt werden, betrieben. Dadurch entsteht ein geschlossener Energiekreislauf, der jährlich rund 1600 Tonnen CO2 und vier Gigawattstunden Primärenergie einspart.
In allen drei Sparten der Nachhaltigkeitskriterien einen Sonderpreis verliehen
Die Checks in der Höhe von je 1000 Franken wurden durch die Glarner Wirtschaftskammer, KlimaGlarus.ch und die Glarner Gemeinnützigen für ausserordentliche Leistungen gestiftet.
Für einen nachhaltigen und naturnahen Lebensraum wurde in der Sparte Umwelt die Interessengemeinschaft (IGNA) geehrt. Sie ermöglicht Permakulturen auf sonst brachliegenden Flächen im ganzen Glarnerland, welche sie auch selber betreut.
Mit dem Preis aus der Sparte Wirtschaft wurde die Firma ANAVIA für ihre technologische Innovationskraft und die breite Schaffung hoch spezialisierter Arbeitsplätze ausgezeichnet.
Der Sonderpreis Gesellschaft ging an das Team 6417 Fridolins Robotik. Dieses nimmt eine wichtige Funktion als Stütze für junge Talente über alle Ausbildungsgrenzen hinaus ein.
Die Preisverleihung und der anschliessende Apéro im «Glarnerhof» boten den Antragstellenden die Gelegenheit, sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Ideen für die Zukunft des Glarnerlandes zu diskutieren.
































