Quecksilberfreie Beleuchtung bis 2013

Die drei neuen Technischen Betriebe im Kanton Glarus wollen bis Ende 2013 die Quecksilber-Lampen in der öffentlichen Beleuchtung durch stromsparende LEDs auswechseln. Das erste Projekt der «glarner energie» erhält dabei rund 400 000 Franken vom Bund.



Durch die Gemeindestrukturreform reduzierte sich nicht nur die Zahl der Gemeinden auf drei, auch aus den zahlreichen Elektrizitätswerken entstanden die neuen Technischen Betriebe im Glarnerland. Den Schwung der Fusion nehmen die drei Unternehmen gleich weiter und gründeten am 1. November am Stromapéro in der Lintharena «glarner energie». Bevor die Gründungsurkunde feierlich unterzeichnet wurde, konnte Jürg Blumer stellvertretend für das Projektteam eine erste Frucht aus der Zusammenarbeit präsentieren. Auf dem gesamten Kantonsgebiet möchte «glarner energie» die Quecksilberlampen in der öffentlichen Beleuchtung durch LEDs ersetzen. In zwei Schritten sollen jeweils im Winter 2012 und 2013 500 Lampen ausgewechselt werden. Pro Jahr kann so 180 000 Kilowattstunden gespart werden, oder anders ausgedrückt, Strom für 60 Haushaltungen. Das kantonsumspannende Projekt hat dabei Vorbildcharakter in der gesamten Schweiz. Ein wichtiger Punkt, warum die Idee auch beim Projektwettbewerb «ProKilowatt» überzeugte. Der Bund beteiligt sich dabei mit einem Beitrag von 416 000 Franken. Durch den deutlich geringeren Stromverbrauch und einer Lebensdauer von 20 Jahren – im Vergleich: Quecksilberlampen sind etwas über zwei Jahre im Einsatz – werden sich die Anschaffungskosten nach 12,9 Jahren ausbezahlt haben. Nach 2013 sollen dann Schritt für Schritt die weiteren Natriumdampf-Lampen ersetzt werden. Hier sei aber kein akuter Handlungsbedarf vorhanden, meinte dazu Franco Stocco, Leiter Handel TBGN, da diese Lampen einen deutlich geringeren Strombedarf hätten als die Quecksilber-Pendants. Für «glarner energie» sei es aber auch wichtig, die Kunden für das Stromsparen zu sensibilisieren, betonte Tony Bürge, Geschäftsführer TBGN. Über die Fortschritte beim Grossprojekt «Linthal 2015» informierte der Energiedirektor und Landammann Röbi Marti.