Quiz und Privilegien

Am Donnerstag, 20. Juni, feierten sechs Fachmaturandinnen und dreizehn Fachmittelschulabsolvierende ihren Abschluss in der Aula der Kantonsschule Glarus – Schulleiter Martin Hemmi, Klassenlehrer Jeremias Müller und Landammann Kaspar Becker würdigten diese Leistung.



Quiz und Privilegien

Landammann Kaspar Becker in seiner neuen Rolle als Vorsteher des DBK übergab die FMS-Ausweise und die FM-Zeugnisse und gratulierte namens des Regierungsrates. «Dieser Teil der Ausbildung ist vollendet», sagte er, «die Themen, mit denen es weitergeht, sind so verschieden wie ihr. Was immer der nächste Schritt sein mag, die Bereitschaft muss in einer sich verändernden Welt hoch sein.» Es sei, so Becker, ein Privileg, diese Ausbildung zu bekommen, und «mit den Privilegien ist eine Verantwortung verbunden, jene, unsere Gesellschaft weiterzubringen, persönlich dranzubleiben und weiter zu lernen.» Mit an der Feier dabei waren jene sechs Frauen, welche die Fachmaturität erreichten und welche im September ihr Fachhochschul-Studium beginnen, zwei in Physiotherapie, zwei in Pflege, eine in Psychologie und eine in Kommunikation und Medien. Von den dreizehn FMS-Abschliessenden wollen drei Kindergartenlehrerin und drei Primarlehrerin werden und einer Sekundarlehrer. Daneben gibt es eine Tourismusfachfrau, eine Sportredakteurin, eine Event-Managerin und eine Naturheilpraktikerin, weiter eine Physiotherapeutin und einen Informatiker EFZ, das Spektrum ist also breit gestreut. «Im Gegensatz zur Tageslänge und zum Sonnenstand, die präzis vorausgesagt werden können», so Schulleiter Martin Hemmi, «stehen Sie vor individuellen, gestaltbaren Wendungen.»

Ein bisschen Spass…

…muss sein. Das bewiesen die Schülerinnen der FMS, welche mit ihrem Klassenlehrer Jeremias Müller und mit Thomas Ortega das Quiz «Wer kennt die Klasse besser» spielten. Wer hatte als erste/-r  alle Halbtage aufgebraucht? Wer shoppte während des Unterrichts am längsten online? Wer trägt immer zwei verschiedene Socken? Das sorgte für Erheiterung. Klassenlehrer Müller dagegen verriet in seiner Präsentation das durchaus ernsthafte Rezept für Ausbildung. «Die Schülerinnen und Schüler kommen oft mit wenig Selbstvertrauen an die Schule. Deshalb gilt es, Situationen schaffen, die ungewohnt sind und doch bewältigt werden können.» Deshalb freue er sich als Sportlehrer, wie schnell alle nach der Hollandreise auf den Anschlusszug der DB rannten, obwohl sie den dann doch verpassten. Da passte dann auch sein Darwin-Zitat: «Es ist nicht die stärkste Spezies, die überlebt, auch nicht die intelligenteste, sondern diejenige, die am besten auf Veränderungen reagiert.»