Ränkespiele um den schnöden Mammon

Ein Lottogewinn bringt in der Aufführung von «Lang lebe Ned Devine» des Theaters Glarus ungewohnten Schwung in ein kleines irisches Dorf. Das süffisante Stück hatte am letzten Samstag seine erfolgreiche Premiere.



Der falsche Ned Devine versucht die Leute von der Lottogesellschaft zu täuschen. (Bild: jhuber)
Der falsche Ned Devine versucht die Leute von der Lottogesellschaft zu täuschen. (Bild: jhuber)

Jeder in dem kleinen Dorf Tullymore träumt vom grossen Gewinn im Lotto und dem vielen Geld. Als ein Zeitungsbericht dann tatsächlich den Gewinner des Jackpots von über 6 Millionen Pfund in dem 36-Seelen-Dorf ortet, geht die Bevölkerung auf die Suche nach dem glücklichen Gewinner. Wieso kann sich der Schweinehirte plötzlich eine neue Uhr leisten und warum bezahlt die alte Lizzy plötzlich ihre Rechnungen? Verdächtigungen und Intrigen starten, aber niemand bekennt sich zu dem Gewinn. Wie könnte er auch, denn der Gewinner sitzt tot vor dem Fernseher: Ned Devine. Um das Geld trotzdem in Tullymore zu behalten, entscheidet sich das Dorf, dass ein anderer in die Rolle von Ned schlüpft.

Das Theater Glarus hat sich für dieses Jahr mit «Lang lebe Ned Devine» ein köstliches irisches Stück ausgesucht, das von der Situationskomik, aber auch von seinem liebenswerten Personal lebt. Wenig überraschend deshalb auch dasArtikel Standing Ovations, welches die Premiere am Samstag erlebte. Das Stück wird noch bis am 16. November jeweils von Donnerstag bis Sonntag aufgeführt. Ein Besuch in Tullymore lohnt sich bestimmt.