Raiffeisen Volley Glaronia findet den Schalter – 3:1-Sieg bei Servette

Raiffeisen Volley Glaronia schüttelt in Onex einen katastrophalen Start ab, stellt um – und nimmt beim VBC Servette Star-Onex drei Punkte mit. Matchwinnerinnen: Neuzugang Jana Šimanicová mit der nötigen Ruhe im Angriff und Juniorin Diana Ramadani mit einer späten Serviceserie.



Glücklich in die Feiertage - Raiffeisen Volley Glaronia ist auf Kurs (Foto Peter Aebli)
Glücklich in die Feiertage - Raiffeisen Volley Glaronia ist auf Kurs (Foto Peter Aebli)

Fehlstart mit Ansage

Trainerin Evelyn Hösli liess zunächst in der bewährten Formation vom letzten Wochenende beginnen und Šimánková noch draussen. Doch Glaronia kam überhaupt nicht in den Spielaufbau: Die Annahme geriet ins Schwimmen, Passeuse Chelsea Simmons musste improvisieren, und Servette roch Blut. Mit aggressiven Services spielten sich die Genferinnen in einen Lauf - der Startsatz ging mit 18:25 verloren.

Umstellung – und plötzlich läuft’s

Beim Stand von 13:19 im ersten Satz griff Hösli ein und brachte Šimanicová. Der sofortige Effekt blieb zwar aus, doch nach der Umstellung ab Satz zwei war Glaronia ein anderes Team: weniger Hektik, weniger verschenkte Punkte, klarere Lösungen. Mit 25:20 und 25:22 drehten die Gäste die Partie - auch, weil die Defensive stabiler stand und Servette nicht mehr zu langen Serien kam.

Keine Sprintentscheidung, aber ein sicherer Wert

Im vierten Satz drückten die Glarnerinnen zunächst aufs Tempo und lagen schnell 8:2 vorne. Ganz ohne Wackler ging es dann aber nicht: ein paar missglückte Aktionen brachten Servette wieder näher heran. In dieser Phase zahlte sich die Präsenz von Šimanicová aus – platziert, konstant, kaum Streuung. Genau diese Sorte “Sicherheitsgurt” tut Glaronia in der NLB sichtbar gut.

Ramadani serviert den Deckel drauf

Als Servette beim 18:19 wieder am Hinterrad klebte, kam der Auftritt von Diana Ramadani: zwei Asse, danach weiter Druck - und Servette kippte endgültig. Die junge Spielerin zeigte sich nach dem Spiel entsprechend happy: «Als Juniorin in meiner ersten NLB-Saison schätze ich es sehr, diese Chance zu bekommen, zu spielen und wertvolle Erfahrungen zu sammeln, besonders mit der Unterstützung des Teams.» Und: «Ende des Spiels ist mir der Service sehr gut gelungen, ich konnte direkt Druck machen und sogar Punkte erzielen.»

MVP Ivana Bulajic brachte es knapp auf den Punkt: Šimanicová helfe enorm – und Ramanadis Service sei im richtigen Moment gekommen.