Die Raiffeisenbank Glarnerland setzte ihren Wachstumskurs erfolgreich fort. Die Kundenausleihungen stiegen um 2,4 Prozent auf über 392 Millionen Franken. Insbesondere beim Eigenheimbau ist die Kreditnachfrage weiterhin hoch.
Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit bei der Börsenentwicklung erfreuen sich die Sparkonten ungebrochener Beliebtheit. Die Spargelder nahmen um 10,4 Millionen Franken oder 2,8 Prozent zu. Das derzeitige Zinsumfeld hat dazu geführt, dass der Bestand an Kassenobligationen und Festgeldern abgenommen hat. Auch die Mitgliederzahl der Raiffeisenbank Glarnerland entwickelt sich weiterhin positiv: Sie stieg in den ersten sechs Monaten um 2,2 Prozent von 6595 auf 6739 Personen. Sie profitieren unter anderem von neuen Mitgliedervorteilen mit vergünstigten Konzert- und Eventtickets.
Die Bilanzsumme nahm gegenüber dem 31. Dezember 2011 von 428,4 auf 442,3 Millionen Franken zu. Dies entspricht einer Steigerung von 3,2 Prozent.
Jahresergebnis unter Vorjahresniveau erwartet
Die Raiffeisenbank Glarnerland geht aufgrund der Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neueröffnung des Hauptsitzes in Näfels im ersten Semester davon aus, dass das Jahresergebnis 2012 unter der Vorjahreshöhe liegen wird. Zum Halbjahresabschluss ist der Bruttogewinn mit rund 900 000 Franken gegenüber dem Vorjahr gesunken (-34,8 Prozent).
Die Raiffeisenbank Glarnerland blickt auf eine erfolgreiche Eröffnung des neuen Hauptsitzes zurück. In diesem Zusammenhang wurde der Personalbestand um 3 zusätzliche Stellen aufgestockt. Somit stiegen die Personalkosten um 18,2 Prozent auf 1,2 Millionen Franken. Ebenfalls stieg der Sachaufwand bedingt durch einmalige Aufwendungen betreffend Neubau des Hauptsitzes in Näfels um 25,2 Prozent auf rund 900 000 Franken. Der Ertrag aus dem Zinsengeschäft hat sich aufgrund des aktuellen tiefen Zinsniveaus um minus 5 Prozent leicht rückläufig entwickelt. Zufriedenstellend hat sich das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie Handelsgeschäft (+33,5 Prozent) entwickelt.
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