Für Holzfeuerungen mit einer Feuerungswärmeleistung von weniger als 70 kW sind die Gemeinden zuständig. Die Gemeinden werden ab dem laufenden Winter 2012/13 alle Feuerungen kontrollieren. Die Kontrollen werden normalerweise im Rahmen der ordentlichen Reinigung von den Kaminfegern im Auftrag der Gemeinde ausgeführt.
Wie bei den Öl- und Gasfeuerungen sind Neuanlagen einer Abnahmekontrolle zu unterziehen und später periodisch alle zwei Jahre zu kontrollieren. Kontrolliert wird die Einhaltung der Brennstoff- und Betriebsvorschriften. Verstösse gegen die Brennstoffvorschriften müssen durch die Kaminfeger der Gemeinde gemeldet werden. Wiederholter Verstoss gegen die Brennstoffvorschriften wird vom Kanton zur Anzeige gebracht und hat Bussen zur Folge.
Messpflichtige Holzfeuerungen
Holzfeuerungen mit einer Leistung von mehr als 70 kW unterstehen der kantonalen Aufsicht durch die Abteilung für Umweltschutz und Energie. Diese Holzfeuerungen müssen nicht nur kontrolliert, sondern mit zusätzlichen wiederkehrenden Emissionsmessungen auf die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte für Kohlenmonoxid (CO) und Staub überprüft werden. Eigentümer und Eigentümerinnen erhalten jeweils vor Fälligkeit der Emissionsmessungen eine schriftliche Aufforderung.
Sauber betriebene Holzheizungen sind CO2-neutral
Ein knisterndes Feuer im Ofen oder im Cheminée verbreitet an kalten Tagen wohlige Wärme und eine heimelige Stimmung. Doch Heizen mit Holz will gelernt sein. Es müssen viele Dinge aufeinander abgestimmt sein, bis ein Feuer brennt und dies auch noch möglichst schadstoffarm.
Nicht selten werden rauchende und stinkende Holzfeuer zum Ärgernis in der Nachbarschaft. Deshalb nachfolgend ein paar Tipps, die Sie beim Feuern mit Holz beachten sollten:
- nur naturbelassenes Holz aus dem Wald als Brennholz nutzen
- Brennholz in Form und Abmessung der Feuerungsanlage angepasst aufbereiten
- Holz gebrauchsfertig aufbereitet, zersägt und gespalten mindestens zwei Jahre lang trocknen
- Rundholz immer aufspalten – trocknet schneller
- lagern an sonniger, regengeschützter und gut belüfteter Stelle
- genügend Abstand zwischen den einzelnen Holzstössen für genügende Durchlüftung
- Holzstoss nicht mit Plastikfolie abdecken – Feuchtigkeit kann nicht entweichen
- frisches Holz nicht im Keller lagern – geringe Luftbewegung, schlechte Trocknung
- Holz drei Tage vor Gebrauch in der Nähe der Feuerung lagern, befreit von Restfeuchte
Wichtig: Keine Abfälle und auch kein Altholz in der eigenen Feuerung verbrennen!
Von oben anfeuern
Diese neue Anfeuermethode ist ein einfaches und sehr wirksames Mittel, um den Schadstoffausstoss des Feuers deutlich zu senken. Sie eignet sich für alle Holzfeuerungen mit oberem Abgasausgang im Feuerraum, also für Cheminées, Kaminöfen, Speicheröfen wie Kachel- oder Specksteinöfen sowie Kochherde.
Das Holz brennt dabei schrittweise von oben nach unten ab. Die entstehenden Gase strömen durch die heisse Flamme und verbrennen vollständig. So lassen sich unnötige Rauch- und Schadstoffemissionen vermeiden. Zudem verläuft die Verbrennung kontrollierter als beim früher üblichen Anfeuern von unten.
Unabhängiger Ratgeber
Ihr Kaminfeger ist ein ausgewiesener Fachmann, der Ihnen gerne behilflich ist, wenn Sie nicht genau wissen, wie Sie die Anlage richtig betreiben, richtig anfeuern und welcher Brennstoff (Form, Grösse) der richtige für Ihre Anlage ist.
Entsorgung der Holzasche
Bei der Verwendung von Asche aus naturbelassenem Holz als Dünger wird Zurückhaltung empfohlen. Sowohl bei den landwirtschaftlich genutzten Böden im Kanton wie auch in den Hausgärten besteht kein Bedarf nach dem Hauptnährstoff Kalium der Asche; diese Böden weisen erfahrungsgemäss bereits einen Kaliüberschuss auf.
Die Bodenbelastung durch Aschedüngung wird noch verschärft, wenn durch Verbrennen von Altholz und Abfällen die Schadstoffgehalte (u.a. Schwermetalle und Dioxine) der Asche zusätzlich erhöht sind. Der sichere, gut zugängliche Entsorgungsweg für die ausgekühlte Asche ist die Kehrichtsammlung.
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