Rechnung 2006 der Fürsorgegemeinde Glarus-Riedern

Die Rechnung der Fürsorgegemeinde Glarus-Riedern schliesst um 418'000 Franken besser ab als budgetiert. Dies ist sehr er-freulich und stimmt für die Zukunft positiv.



Bessere Jahresrechnung 2006

Die Kosten im Sozial- und Vormundschaftswesen sind nicht einfach zu budgetieren, da verschiedene nicht steuerbare Faktoren sich positiv oder negativ auswirken können. Die Unterstützungen an Bedürftige in Heimen sind im 2006 erstmals seit langer Zeit wieder gesunken. Die Beiträge an Schweizer und Ausländer in der Gemeinde sind dagegen um 116'000 Fr. höher ausgefallen. Die Anzahl der unterstützten Gemeindebürger, die auswärts wohnen und fürsorgeabhängig sind, hat erstmalig abgenommen. Der Beitrag der Fürsorgegemeinde für die Zusatzleistungen zur AHV/IV/EL ist unwesentlich tiefer ausgefallen als in der Rechnung 2005. Auch diese Zahlungen lassen sich schwer voraussagen, da sich die Behörde auf die Vorgaben des Kantons abstützen muss. Im Vormundschaftswesen verursachen die Erwachsenen- und Kindsschutzmassnahmen um rund 50'000 Fr. höhere Kosten. Der Beitrag an den kantonalen Sozialdienst ist um rund 30'000 Fr. höher ausgefallen als in der Rechnung 2005. Auch diesen Beitrag kann die Behörde nicht beeinflussen.
Dank der Subsidiarität und der damit verbundenen professionellen Arbeit auf dem Sozialamt Glarus-Riedern konnten die Rückerstattungen auf einem hohen Niveau gehalten werden. Aber man spürt auch hier je länger desto mehr die Sparmassnahmen des Bundes bei den Sozialversicherungen. Die Steuereinnahmen bei den natürlichen und juristischen Personen sind im 2006 leicht höher ausgefallen als im Jahre 2005.
Im Budget 2006 wurde ein Rückschlag von 659'200 Fr. angenommen. Mit einem effektiven Aufwandüberschuss von 241'194 Fr. schliesst die Rechnung 2006 massiv besser ab als budgetiert. Die Bestandesrechnung abgeschlossen per 31. Dezember 2006 weist neu noch ein Eigenkapital von 622’835 Fr. aus.

Neues Personal und Vorarbeiten Kantonalisierung

Seit anfangs Februar 2007 hat neu lic. iur. Luca Giacobini die Leitung des Sozialamtes übernommen und als neue Mitarbeiterin auf dem Sozialamt wurde Priska Nold gewählt. Die Sozialbehörde ist erfreut, dass es ihr gelungen ist, in der Übergangszeit mit gut qualifiziertem Personal zusammenzuarbeiten.

Die Sozialbehörde Glarus-Riedern hat vom diesjährigen Landsgemeindeentscheid betreffend Kantonalisierung des Sozialwesens Kenntnis genommen. Erste Arbeiten zur Übergabe des Sozial- und Vormundschaftswesen an den Kanton wurden durch die Sozialbehörde und das Sozialamt bereits in die Wege geleitet.