Reichmuth trotz verpatztem Beginn

Pirmin Reichmuth feierte trotz einer Niederlage zu Beginn seinen dritten Sieg in diesem Jahr. Im Schlussgang revanchierte er sich an Adrian Steinauer für die im Anschwingen erlittene Niederlage.



«Meine Taktik im Schlussgang war dieselbe wie im Anschwingen, nur wollte ich es konsequenter angehen», lautete das Verdikt von Sieger Pirmin Reichmuth nach dem gewonnenen Schlussgang, welcher gerade mal acht Sekunden dauerte. Reichmuth und Steinauer duellierten sich bereits im Anschwingen. Dabei hatte der Zuger mehrere gute Aktionen, brachte den Sieg aber nicht unter Dach und Fach. Kurz vor Schluss wurde er vom Schwyzer mittels Konter, übers Knie ableeren, erwischt.

Gestellter hätte gereicht

Steinauer dominierte auch in der Folge das Fest und reihte Sieg an Sieg. Ihm hätte nach fünf gewonnenen Gängen bereits ein Gestellter zum Festsieg genügt. Reichmuth besann sich nach Auftaktsniederlage ebenfalls seinen Stärken, gewann viermal in Serie, um den Schlussgangeinzug gegen Andreas Höfliger mit Kurz. Mit dem Blitzsieg im Schlussgang überflügelte der Zuger den Einsiedler um einen halben Punkt. Für Reichmuth war es schon der dritte Sieg in der jungen Saison nach den Erfolgen in Sarnen und Oberarth. Der Chamer entwickelt sich immer mehr zu einem ernsthaften Anwärter auf den Königstitel Ende August, wenn das Eidgenössisches Schwingfest in seinem Kanton, in Zug, stattfindet.

Hinter den beiden Finalisten folgt der Wiggertaler Joel Ambühl, der unbesiegt blieb. Andreas Höfliger als bester des gastgebenden Schwingklub March/Höfe folgt im Rang vier. Der zweite Eidgenosse im Teilnehmerfeld, Höfligers Klubkamerad Reto Nötzli, war früh zurückgebunden. Nach dem resultatlosen Auftakt gegen Roman Schnurrenberger verlor er im dritten Gang überraschend gegen Beat Suter auf einen inneren Haken. Dank drei Siegen in der zweiten Tageshälfte kletterte Nötzli immerhin noch auf Rang 6b.

Auszeichnung für Laager

Dem jungen Molliser Michael Laager glückten drei Siege, was in der Endabrechnung Rang 11k bedeutete. Nach einer Niederlage gegen Ive Durrer bezwang er Silvan Gisler. Der Zuger Kranzschwinger Fabian Durrer war dann eine Nummer zu gross, doch gegen Mirco Nussbaumer resultierte der zweite Sieg. Nochmals gegen einen Kranzer, den Muotathaler Andreas Gwerder, setzte es eine weitere Niederlage ab, doch gegen Marcel Britschgi kam er im letzten Gang zu seinem dritten Erfolg und erlangte so die Auszeichnung. Christof Kirchmeier, Mollis, brachte es auf zwei Siege und einen Gestellten. Marcel Britschgi und Simon Bürgi bezwang er, mit Robin Arnold wurde ohne Entscheidung abgebrochen. Wie Laager, musste auch er drei Niederlagen akzeptieren, was letztlich Rang 17d für den Turner bedeutete. Der dritte angemeldete Glarner, Christian Pianta, hat seine Fussverletzung von Niederurnen noch nicht ganz auskuriert und lässt sich bei seinem Comeback noch etwas Zeit.