«Richte dich auf!»

Einen eindrücklichen regionalen Gottesdienst gestaltete die Gruppe «Kirche unterwegs» in der Stadtkirche Glarus. Er wird am kommenden Sonntag in Elm wiederholt.




Im Auftrag der Reformierten Landeskirche erarbeitet «Kirche unterwegs» jährlich einen Gottesdienst in besonderer Form. Dabei wählt die Gruppe jeweils die Geschichte einer Frau aus dem Alten oder Neuen Testament als Thema.

Diesmal machten sich Anna Reuss aus Weesen, Margrit Jost aus Netstal sowie die Pfarrerinnen Christina Brüll aus Mollis und Dagmar Doll aus Glarus unter dem Titel «Richte dich auf!» Gedanken darüber, was uns bedrückt und was uns aufrichtet. Ausgangspunkt war eine gekrümmte, namenlose Frau aus Lukas 13, die sich nach der Begegnung mit Jesus wieder aufrichten konnte.

Horizont weitet sich

Eine Körperübung liess die rund 60 Anwesenden am vergangenen Sonntag in der Stadtkirche erahnen, wie eng der Blickhorizont bei der ursprünglichen Körperhaltung der Frau war. «Frau, du bist erlöst von deiner Schwäche!», hatte Jesus zu ihr gesagt. Was aber lässt uns aufrichten? Lässt uns ein neues, aufrechtes, starkes Leben führen?

Nach Impulsen von Anna Reust und Margrit Jost war die Gemeinde an der Reihe: Auf einem weissen Zettel war zu notieren, was einen bedrückt und die Perspektive einengt. Um einen Stein gewickelt, wurde dieser Zettel in einem schwarzen Topf versenkt. Auf einem farbigen Zettel notierten die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher, was ihnen gut tut und den Himmel wieder sehen lässt. Diese Zettel kamen in Backsteine, die eine Mauer bildeten «mit all dem, was uns aufrichtet», wie es Christina Brüll formulierte.

Zur besonderen Form des Gottesdienstes gehörte auch besondere Musik: Die Musikschülerinnen Yordanos Woldehawariat (Gesang), Raffaela Hauser (Gitarre) und Vanessa Vallesi (Piano) bereicherten die Feier ebenso wie Lukas Murer an der Orgel.

Der eindrückliche Gottesdienst wird am kommenden Sonntag um 10.00 Uhr in der reformierten Kirche Elm wiederholt. Für die musikalische Begleitung werden dann Eckhard Raster (Alphorn) und Marie Therese Marti (Orgel) besorgt sein.