Rotary Club Glarus – Sparlunch zum Welt-Polio-Tag

Die Glarner Rotarier unterstützen – wie alle anderen 1,2 Millionen weltweit aktiven Rotarier – das Projekt PolioPlus, welches die Ausrottung der heimtückischen Viruserkrankung Polio zum Ziel hat. Rotary International erklärte den 24. Oktober 2017 zum weltweiten Sammeltag. In Glarus wurde anstelle des üblichen Mittagessens eine Suppe aufgetischt, die Gelddifferenz und ein Zustupf aus der Clubkasse kommt dem Projekt zugute. Die insgesamt 900 Franken ermöglichen 1700 Polio-Impfungen.



(Bild: zvg)
(Bild: zvg)

Ausrottung von Polio als Zielsetzung

Polio ist eine hochansteckende Viruserkrankung, welche vor allem Kinder zwischen drei und acht Jahren befällt. Daher stammt bei uns die Bezeichnung Kinderlähmung. Die Folgen der verheerenden Krankheit sind lebenslange Lähmungen. 1988 gründete Rotary International zusammen mit der WHO (Weltgesundheitsorganisation) und dem UN Kinderhilfswerk Unicef die globale Polio-Initiative mit dem Ziel der weltweiten Ausrottung von Polio. Seit 2007 beteiligt sich auch die Bill & Melinda Gates Stiftung am Projekt und gibt anlässlich des PolioPlus-Welttags zu jedem Rotarier-Dollar zwei weitere Dollar dazu. 2017 wurde das Ziel fast nahezu erreicht. In drei Ländern – Afghanistan, Nigeria und Pakistan – wurden noch 37 Fälle gemeldet. Eine poliofreie Welt ist damit zum Greifen nah. Doch wird Polio jetzt nicht vollständig ausgerottet, kommt die Krankheit zurück.

Weltweites Rotary-Projekt

In den letzten gut 30 Jahren spendeten die Rotarier 1,6 Milliarden Dollar und leisteten zahlreiche ehrenamtliche Einsätze. Über 2,5 Milliarden Kinder wurden geimpft. Der Einsatz von 60 Rappen pro Impfung schützt ein Kind ein Leben lang vor der Polio-Erkrankung. Microsoft-Gründer Bill Gates sagte am 12. Juni anlässlich der Rotary Convention in Atlanta USA: «Die Ausrottung der Polio ist ein Beweis für das Mitgefühl, die Grosszügigkeit und Freundlichkeit von mehr als einer Million Rotarier auf der ganzen Welt. Danke.»

Rund um die Welt bis nach Glarus

«Was weltweit angesagt ist, soll auch im Glarnerland leuchten»: So lautete die Aussage der Glarner Clubpräsidentin Marianne Dürst Benedetti. Für einmal wurde nicht das übliche Menü am Clubmeeting aufgetragen. Ein Teller Suppe machte satt, nicht zuletzt dank des guten Gefühls, dass die Differenz zum Preis des üblichen Menüs vollständig der PolioPlus-Stiftung zugutekommt.