Rückblick auf ein Rekordjahr

An der Generalversammlung der Autobetriebe Sernftal AG konnte auf ein hervorragendes Geschäftsjahr zurückgeblendet werden. Insgesamt wurde auf allen Linien ein Plus erziel. Die AS hoffen auf einen Erfolg in Sachen Beschwerde Buslinien Mittel- und Unterland.




Die AS können auf ein hervorragendes Geschäftsjahr 2018 zurückblicken. Im Oktober 2018 konnte die frequentenreichste Sommersaison aller Zeiten registriert werden. Insgesamt wurde auf allen Linien über das ganze Jahr ein Plus von 10,9 Prozent erreicht. Das wirkt sich auch auf die Zahlen aus. Der Unternehmensgewinn beträgt rund 220 000 Franken gegenüber einem Verlust von rund 59 000 Franken im letzten Jahr. Die Versammlung war damit einverstanden, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Diskussionslos genehmigt wurden auch alle übrigen statutarischen Geschäfte. Der Verwaltungsrat wurde mit dem im Glarnerland aufgewachsenen Markus Grünenfelder erweitert. Wechsel gab es auch in der Geschäftsführung: Meinrad Schmid will eine neue Herausforderung antreten und musste ergänzt werden. Als neuer Geschäftsführer wurde Daniel Schmidt gewählt. Daniel Schmidt sei ein ÖV-Mensch von der Pike auf, sagte Zopfi und fuhr fort, dass Schmidt ins Kleintal passe und es von Wanderungen und Ausflügen her kenne. Erfreulich sei auch, dass er selbst Bus fahren könne und wolle.

Nicht kostendeckendes Angebot

An der 114. GV der Autobetriebe Sernftal (AS) nahm Verwaltungsratspräsident Mathias Zopfi auch Stellung zur Angelegenheit Buslinien Mittel- und Unterland. Bekanntlich haben die Bus Ostschweiz AG zusammen mit den AS sich um die Konzession dieser Linien beworben und sind nicht berücksichtigt worden. «Die Postauto Schweiz AG hat ein Angebot eingereicht, das aus unserer Sicht schlicht und einfach nicht kostendeckend sein kann», erklärte der VR-Präsident. Man habe zu Konditionen offeriert, die vermuten lassen, dass man bewusst einen Verlust in Kauf nehme.

Zielvereinbarung für die AS-Linien

Die Bus Ostschweiz AG hat daher, unterstützt von den AS; Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingereicht. Zopfi hofft auf ein positives Urteil. Es dürfe nicht sein, dass ein riesiger Player im Markt unter dem Preis kalkuliere, um andere, kleinere Unternehmen aus dem Markt zu drängen.

Positiv sieht es hingegen mit den Linien der AS aus. Der Kanton und das zuständige Bundesamt haben festgelegt, dass diese Linien definitiv nicht ausgeschrieben werden. Die AS werden in den kommenden Jahren eine sogenannte Zielvereinbarung erhalten. «Sicher, es wird für uns härter werden in unserem Markt», sagte Zopfi, weil nach dem Postautoskandal vermehrt geprüft werden wird. «Es ist ein bisschen wie bei den Banken: Die Grossen haben den Seich gemacht, reguliert werden dann aber auch die Kleinen», fuhr der VR-Präsident fort, denn es gebe eine gewisse Tendenz, dass man so kleine Unternehmen unter Druck setze.