Traumhaftes Wetter herrschte am vergangenen Mittwoch vor Martini beim traditionellen Rütlischiessen am idyllischen Vierwaldstättersee. 1150 Schützinnen und Schützen folgten der Einladung der Vorortssektion Nidwalden zur 144igsten Austragung dieses prestigeträchtigen und unnachahmbaren Wettkampfes. Wiederum konnten bei weitem nicht alle angemeldeten Sektionen berücksichtigt werden. Die Teilnehmer profitierten von hervorragenden Bedingungen und schossen dementsprechend starke Resultate. So war für die beiden Bundesgaben des besten Einzelschützen der Rütlisektionen 87 und der Gastsektionen 84 von 90 möglichen Punkte gefordert. Ernst Jakober aus Glarus, der schon über 30 Wettkämpfe auf dem Rütli bestritt, kam als bester Stadtschütze auf 82 Punkte. „So nahe war ich schon lange nicht mehr dran den Meisterbecher zu gewinnen. Es ist mit Fritz Jenny, Glarus, sel. schon 46 Jahre her, als letztmals ein Glarner diesen Titel holte“, meinte Ernst Jakober, der nach verhaltenem Start eine tadellose Schlussserie hinlegte.
Rütlibecher für Martin Gaus
Mit einem starken Durchschnittsresultat von 74,625 Punkten belegten die Stadtschützen Glarus bei ihrer 54igsten Teilnahme den ausgezeichneten vierten Platz von deren 45 Sektionen. „Diesmal haben wir sehr ausgeglichen geschossen. Wer weiss, wenn wir noch vor dem Sonnenaufgang hätten schiessen dürfen, wäre ein Podestplatz durchaus drin gelegen. Für diesen hätte das Gesamtskore um zwei winzige Zähler höher sein müssen“, resümierte Stadtschützenpräsident Stefan Fässler. Für das gute Abschneiden trugen bei: Ernst Jakober, (82P.), Josef Ruoss, (79), Rolf Lehmann (77), Christian Möschler (77), Martin Gaus (76), Markus Ramseier (73, Josef Meli (68) und Peter Armati (65). Den begehrten Rütlibecher, der pro Schütze nur einmal vergeben wird, sicherte sich mit guten 76 Punkten Martin Gaus, Hätzingen.
Frohe Botschaft von Sämi Schmid
Den würdigen Abschluss dieses historischen Anlasses macht jeweils die Rütli-Schützengemeinde und die Rangverkündigung. Festredner Bundesrat Samuel Schmid erntete viel Szenenapplaus vom Grossaufmarsch der Schützen und Zaungäste. Die frohe und aktuellste Botschaft aus dem Bundeshaus, die Sturmgewehre weiterhin beim Wehrmann zu belassen, bekam bei den traditionsbewussten Schützen besonders gut an und es war dabei eine grosse Erleichterung zu spüren.
Familienanlass «Abenteuer mit Vincent»



