Begleitet von Bodyguards begibt sich Bundespräsident Guy Parmelin zum Bratwurststand, Magdalena Martullo-Blocher diskutiert zwischen zwei Bissen vom Cervelat mit zwei älteren Glarnern über Gott und die Welt und der Delegierte aus der Welschschweiz erzählt, es gebe in Lausanne einen Journalisten, der sich darauf kapriziert, alle Mitglieder der SVP in möglichst unvorteilhaften Posen zu fotografieren. Tatsächlich aber leuchten bei diesem Bad in der Menge die meisten Augen. Die drei Glarner Urgesteine stehen hinter Magdalena Martullo, die sich – mit tränenden Augen – die Sorgen einer Frau aus dem Volk anhört. Auch bei Marcel Dettling tränen die Augen, er hat sich gerade mit ein paar Gleichaltrigen einen Schnupf gegönnt, bevor er mit seiner Gattin fürs Handy-Foto posiert. Natürlich ist das auch eine Wahlkampfveranstaltung, an der die Exponentinnen der Glarner SVP sich im besten Licht zeigen – ob Barbara Rhyner oder Marianne Lienhard, ob Yvonne Carrara oder Barbara Vögeli: Sie zeigen sich als weltgewandte Politikerinnen in diesem mit nationalen Grössen gefüllten Teich. Die beiden Fritz – Fritz Inglin und Fritz Staub – unterhalten sich gesetzt, während Thomas Fridli Tschudi als Regierungsrat mit jungen Parteimitgliedern die Verkehrssituation diskutiert. Die junge SVP trägt ihre rote Hellebarde am Revers – Nils Fiechter mit seiner Frau Sarah Regez. Roman Zehnder, Martin Dürst und Markus Marti sprechen mit Nationalrat Markus Schnyder – es ist auch ein bisschen familiär, sogar ein Baby darf auf den Armen von Papa mit dabei sein. Mit flammendem Haar interviewt die Journalistin von Radio Grischa SVP-Vizepräsident Adrian Hager, der den Anlass hier mitorganisiert. Offenbar fühlt sich die Schweizer SVP wohl im Lande der Fridolins –was Marcel Dettling an seiner Begrüssung bei der DV auch erwähnt. Insofern ist es eben mehr als eine Bratwurstveranstaltung, es ist ein lebendiges Zusammentreffen unter dem Zeichen freudvollen Politisierens.





































































