SAC unterstützt Boulderhalle

Diskussionsloses Ja zu 50 000 Franken für die geplante Boulderhalle, reibungslose Wahlen und ein packender Vortrag von Extrembergsteiger Dani Arnold: Die 151. HV der SAC Sektion Tödi ist rundum gelungen.



Rund 160 von insgesamt 2119 SAC-Mitgliedern versammelten sich am Sonntagnachmittag im «Schützenhaus» Glarus. Sie zeigten sich gut gelaunt und hiessen den Unterstützungsbeitrag von 50 000 Franken für die geplante Boulderhalle in der lintharena sgu in Näfels diskussionslos gut. «Damit können wir ein weiteres starkes Zeichen für den Klettersport im Glarnerland setzen», hatte SAC-Präsident Beat Frefel vorgängig ausgeführt. Christian Landolt, Präsident des Vereins Kletteranlagen Linthgebiet, zeigte sich hoch erfreut. Es fehlen nur noch knapp 200 000 Franken von den budgetierten 1,5 Millionen Erstellungskosten. «Die Boulderhalle wird kommen», so der VKL-Präsident. Hauptsponsor ist die Glarner Kantonalbank.

Diverse Wahlen vorgenommen

Verabschiedet wurde Kassierin Erika Zweifel aus Schänis, neu gewählt Greth Streiff aus Elm. Philipp Egli ersetzt Hannes Wüthrich als Webmaster, Markus Küng nimmt für Werner Luchsinger Einsitz in der Hüttenkommission. Nachfolgerin des Umweltbeauftragten Daniel Zimmermann wird Simone Burki. Auch die neue Hüttenwartin der Planurahütte ist gewählt: Silvia Blatter aus Braunwald wird im Frühling Hans Rauner ablösen.

Alle anderen Chargierten wurden wiedergewählt: Präsident Beat Frefel, Yolanda Marmet als Vizepräsidentin und Wintertourenchefin, Urs Rast als Sommertourenchef, Chäpp Bäbler als Hüttenchef, Fridolin Luchsinger als Rettungschef, Claudia Wild als JO-Chefin, Judith Beglinger, Mitgliederdienst und Aktuariat, Tanja Miserez, Marketing, sowie die Revisoren Albert Ackermann und Hanspeter Hefti.

Weniger Übernachtungen wegen des schlechten Wetters


Präsident Beat Frefel blickte nach den Hüttenprojekten und dem Jubiläumsjahr auf ein zwar deutlich ruhigeres, aber nach wie vor äusserst dynamisches Jahr zurück. Die Mitglieder konnten viele schöne Bergerlebnisse geniessen, obwohl das Wetter alles andere als optimal war.

Die schlechte Witterung machte den Hüttenwarten zu schaffen, trotzdem erwirtschafteten sie «gesamthaft ein ordentliches Ergebnis». 2014 wurden 9077 Übernachtungen gezählt (Vorjahr: 9266). Besonders betroffen waren die Fridolinshütte (1471, minus 688) und Planurahütte (1034, minus 354), während die Glärnischhütte (2474, plus 505) und die Leglerhütte (4019, plus 348) mehr Übernachtungen verzeichneten. Gut besucht war auch die Grünhornhütte, welche im Jubiläumsjahr zum hochalpinen Baudenkmal umgestaltet worden war.

Turbo-Kletterer mit Gefühlen


Gespannt war man auf den Vortrag «Höhen und Tiefen» des 30-jährigen Extrembergsteigers Dani Arnold aus Bürglen. Am 20. April 2011 hatte er den Speed-Rekord von Ueli Steck in der Eiger-Nordwand geknackt: Er durchstieg die Wand solo in zwei Stunden und 28 Minuten und war damit 20 Minuten schneller als Steck.

In Glarus erzählte er von seiner Rekordbesteigung, aber auch von seinen Gefühlen. Zweimal war er vor dem besagten Tag wieder umgekehrt: «Waren die Angst oder der Respekt zu gross? Ich weiss es nicht.» Dann aber passte es. «Ich habe angefangen zu klettern, und alles war weg. Weil ich das gemacht habe, was ich gut kann.»

Faszinierend waren auch die Geschichten von anderen Besteigungen, vor allem vom Eisklettern, seiner grössten Leidenschaft. Dani Arnold zeigte Videos, erzählte oder liess die Bilder für sich sprechen. «Es sind glaub alle überwältigt», meinte Beat Frefel nach dem langen Applaus.