Saisonfinale mit musikalischem Feuerwerk

Beim abwechslungsreichen, sorgsam und ideenreich zusammengestellten Jahresprogramm des Kulturvereins Glarus Süd wäre es vermessen zu sagen: das Beste kommt zum Schluss. Aber zum Saison-Abschluss im Gemeindezentrum Schwanden stand ein weiterer Höhepunkt an, bei welchem es nochmals so richtig «gfäget het»! Verantwortlich dafür das «quartett waschächt» und die Swiss Dixie Jazzer.



Musikalisch ein Herz und eine Seele: Swiss Dixie Jazzer und «quartett waschächt». (Bilder: willi Baumgartner)
Musikalisch ein Herz und eine Seele: Swiss Dixie Jazzer und «quartett waschächt». (Bilder: willi Baumgartner)

«Mit grosser Freude und Genugtuung kann der Kulturverein Glarus Süd auch in der 103. Saison einmal mehr auf zahlreiche gelungene Anlässe aus Musikalischem, Kabarettistischem, Theater, Besinnlichem und Erbaulichem zurückblicken», so Mathias Grob, Präsident ad interim bei seiner Begrüssung. Hocherfreut zeigte er sich über die sehr zahlreich erschienenen Besucher, welche dann mehr als 3 Stunden ein wahres musikalisches Feuerwerk der beiden Formationen – nach 2024 bereits zum zweiten Mal – auf ihre Ohren kriegten. Und so viel sei schon Mal verraten: auch das neue Programm ab September 2026 verspricht wieder einige Rosinen.

Jazz und Volksmusik trifft sich gekonnt

Bereits der Auftakt der 2015 gegründeten Swiss Dixie Jazzer war speziell, erfolgte er doch nicht auf der Bühne, sondern zu «O When the Saints Go Marching In» mitten durch den Saal. Die Jazzer verstanden es im Laufe des Abends, mit ihrem Repertoire, welches von Oldtime Jazz, Dixie und Swing bis Blues – gespickt mit Latin, Funk, Volksmusik und Spontanem und gespielt mit Witz und Humor – immer wieder zu begeistern und erhielten spontanen Szenenapplaus.

Die Mitglieder des Sextetts sind Beda Hidber (Trompete, Flügelhorn, Gesang), David Jud (Klarinette, Saxophon, Gesang), Edi Scherrer (Drums, Waschbrett), Rochus «Rocky» Hobi (Piano, Posaune, Gesang), Charly Ott (Bass, Sousafon, Gesang) und Jim Gulli (Gitarre, Banjo). Jedes Mitglied der «Jazzband aus dem Heidiland», wie sie schon genannt worden ist, spielt mindestens zwei Instrumente. Auch der mehrstimmige Gesang gehört zu den Markenzeichen der Band.

Mehr Spielfreude geht kaum: wer in die strahlenden Gesichter der vier gestandenen Ländlermusiker Frowin Neff, Michi Jud, Daniel Fässler und Carlo Gwerder schaute, spürte, mit welcher Freude und Leidenschaft das «quartett waschächt» Musik macht. Die vier echten Volksmusiker sind längst mit allen Wassern gewaschen und boten vom ersten Ton an vielseitige Ländlermusik auf höchstem Niveau. Im Repertoire finden sich sowohl urchige und bodenständige Klänge als auch sorgfältig ausgesuchte Melodien aus der Unterhaltungsmusik, die mit mehrstimmigem Gesang gekonnt unterlegt wurden.

Mit ihrem Spielwitz bringen sie ganz andere Farben in die Volks- und Ländlermusik – so wie sie einst gespielt wurde, so wie sie gespielt wird und so wie sie gespielt werden könnte. Der Sound soll über alles hinweg «waschächt» wirken, egal in welchem Jahr sie sich gerade befinden.

Improvisationen der Spitzenklasse

Dass die beiden unterschiedlichen Formationen das Improvisieren auf höchsten Niveau sensationell beherrschen, haben sie mit bestbekannten Titeln wie etwa «Your are my Sunshine», «Down by the Riverside» oder «Ice Cream» eindrücklich bewiesen. Die Standing Ovations zum Abschluss galt nicht nur den beiden ausgezeichneten Formationen, sondern für das kulinarische Verwöhnen auch den Chliytaler Hobbyköchen und dem Turnerinnenverein Matt für den Service.