Savina Yannatou & Primavera en Salonico

Mit Savina Yannatou & Primavera en Salonico findet erneut ein hervorragendes Ensemble aus Griechenland den Weg nach Glarus. Kunsthaus Glarus, Samstag, 28. März, 19.30 Uhr Bar / 20.30 Uhr Konzert.



Das Trio von Kostas Theodorou sorgte vor zwei Jahren für einen vollen und heissen Kunsthauskeller. Die sechs beseelten Musiker um die charismatische Sängerin Savina Yannatou brennen darauf, ihre Klänge im Herzen Europas vorstellen zu können. Das Konzert vom Samstag, 28. März, im Kunsthaus Glarus, verspricht ein einmaliges Konzerterlebnis für alle Freunde volksmusikalisch inspirierter Klänge.

Griechenland ist die Wiege Europas und das Tor zum Nahen Osten. Aus beiden Weltgegenden ist momentan nur selten erfreuliches zu hören, Kriege und Gräueltaten treiben die Menschen zu Hunderttausenden in die Flucht, eine zermürbende Wirtschaftskrise droht das ehemalige Ferienparadies von Innen auszuhöhlen. Dem war nicht immer so. Die nordgriechische Stadt Thessaloniki war eine einst blühende Metropole.

Savina Yannatous neues Programm ‚Songs of Thessaloniki‘ ist eine faszinierende Hommage an die reiche und komplexe Geschichte der im Volksmund als «Jerusalem des Balkans» bezeichnete Heimatstadt der Musiker. Die Hafenstadt beherbergte über Jahrhunderte unterschiedliche Kulturen, Religionen und ethnische Bevölkerungsgruppen. Griechen, Juden, Türken, Bulgaren, Serben, Armenier, Mazedonier und Pontosgriechen nahmen am vielfältigen Leben der Stadt teil. Yannatou verschafft ihnen allen eine Stimme, wirft sogar ein irisches Lied über Saloniki in dieses vielsprachige Programm. Mit ihrer wandelbaren, mal zärtlichen, mal widerborstigen Stimme erweist sich Yannatou als unvergleichliche Improvisatorin, Interpretin und Sprecherin der Geister der Stadt. Dem mit Violine, Oud, Akkordeon, der orientalischen Flöte Nay, Kontrabass und Perkussion bunt besetzten Ensemble Primavera en Salonico zu lauschen, ist eine wahre Freude, die inspirierten Arrangements von Kostas Vomvolos sind von lodernder Intensität. Berglern sagt man Starrköpfigkeit und knorrige Warmherzigkeit nach. Diese Tugenden, angereichert mit griechischer Würze, werden auch Glarner/-innen begeistern.