«Schmutzli luäg dich im Spiegel a!»

«So chasch doch nüd zu dä Chingä gah!», meinte Noelia und bot ihm gleich eine Duschgelegenheit bei ihr zu Hause an. Ob die zahlreichen Schmutzlis und auch der Samichlaus nach ihrem eindrücklichen Einzug in Oberurnen diese Gelegenheit wahrnahmen, entzieht sich unserer Erkenntnis.




Einmal mehr hatten sich die Schulkinder unter der Regie ihrer Lehrpersonen kreativ betätigt und wunderschöne Laternen gebastelt; einige traditionsgemäss aus Räben, andere aus Parketthölzchen. Wieder andere stellten aus alten Milchpulverdosen leuchtende Sternenlaternen oder aus Pappmasché-Tierlaternen her. Angeführt von der lautstarken Treichlergruppe begaben sie sich alle durchs Dorf zur Weid, wo der Samichlaus mit seinen Schmutzlis bereits aus dem Wald über die Wiese marschierte. Gemeinsam ging es dann an den zahlreichen Schaulustigen vorbei zum Kirchenplatz, wo die Kinder endlich – minä Buch tuät schu ächlä weh – ihre auswendig gelernten Verse aufsagen konnten. Bevor der Samichlaus seinen wohlverdienten Feierabend geniessen konnte, sang ihm die Kinderschar, begleitet von vier Blockflöten und Kurt Zwickys Handorgelklängen, ein Lied.

Attraktiver Chlausmarkt

Anschliessend übernahm die eigens dafür zusammengestellte Bläsergruppe der Musikgesellschaft Oberurnen die musikalische Umrahmung des Chlausmarktes. An zahlreichen Ständen konnten sich die noch verweilenden Besucherinnen und Besucher mit Kleinigkeiten für die Advents- und Weihnachtszeit eindecken. Wunderschöne Wohndekos, selbst gemachte Konfitüren, Single-Risotto im Einweckglas oder auch aufwendig genähte Barbiekleidchen lockten die Anwesenden zum Kauf. Zum Aufwärmen gab es heisse Marronis, die traditionelle Wurst vom Grill, verschiedenste Arten von Glühwein und Punsch oder auch eine Portion Raclette aus einheimischem Käse. Erfolgreich verkaufte eine Gruppe Jugendlicher ihre selbst gebackenen Waffeln, um mit den Einnahmen den Bau von Brunnen in Afrika zu unterstützen und an der Feuerschale des Skiclubs gab es zum warmen Tee gleich Tipps für die kalte Jahreszeit.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem Verkehrsverein Oberurnen, der diesen wunderschönen Anlass einmal mehr mustergültig organisiert hat.