«Schön, dass ich noch mit Fussball und Menschen zu tun habe»

Als Gast bei der Präsentation Abschlussarbeit von Mika Mettler an der Sportschule Glarnerland erzählte Andy Egli über seine Zeit nach dem Profisport.



Er sage nur sehr selten solchen Anfragen zu, meinte der ehemalige Profifussballer Andy Egli, bei seinem Besuch an der Sportschule Glarnerland. Zu seinem Thema «Der Weg nach der Profikarriere» für seine Abschlussarbeit wollte Mika Mettler ein Interview mit dem Natispieler. «Nach dem Telefongespräch hatte ich aber ein gutes Gefühl.» So trafen sie sich zu einem Gespräch, und Egli besuchte am letzten Montag die Sportschule Glarnerland, als Mettler seine Arbeit präsentierte. Am Beispiel des Fussballs zeigte der Sportschüler auf, welche Möglichkeiten es für Sportler nach der aktiven Zeit gibt. Auf der einen Seite gebe es in der Sportart und bei Vereinen Möglichkeiten für weitere Anstellungen, auf der anderen Seite stehe der Schritt in die Privatwirtschaft an. Hier sei es aber nicht ganz so einfach, da, wenn eine Lehre abgeschlossen wurde, der Sportler wohl über 10 Jahre vom Arbeitsmarkt weg war. Dass man als Sportler im nächsten Lebensabschnitt flexibel sein muss, zeigte Egli anhand seiner eigenen Vita. Zuerst Trainer, dann Sportexperte fürs Fernsehen und nun Sportschef bei den Frauen des FC Luzern, hat es den Abwehrspieler auch nach Süd- und Nordkorea verschlagen. Gefallen habe ihm dabei immer, dass er auf der einen Seite stets mit seiner Lieblingssportart zu tun hatte, vor allem aber auch, dass er immer in Kontakt mit Menschen kam. In der anschliessenden Fragerunde verriet er, dass er weiterhin an Frankreich als Kandidat für den EM-Titel glaubt und sein Karriere-Höhepunkt die Qualifikation für die WM 1994 war. Während heute das Überstehen der Gruppenphase fast schon erwartet wurde, musste die Schweiz damals seit 1966 auf eine Teilnahme an einem grossen Turnier warten. «Dass wir uns gegen Gegner wie Italien und Portugal durchgesetzt haben, war etwas ganz Spezielles.» Für das aktuelle Turnier hoffte er abschliessend, dass die Schweiz im Achtelfinal nicht auf Deutschland trifft. «Da hatten wir ja bisher immer das Nachsehen.»