Anpassungen an die moderne Schule

Nach der Schule in Netstal sollen in einem nächsten Schritt auch die Schulgebäude auf Erlen saniert werden. Zudem will die Gemeinde Glarus die Arbeiten nutzen, um Räumlichkeiten für zeitgemässen Unterricht zu schaffen.



«Eigentlich hätte dieses Geschäft in Kürze an der Frühlingsgemeindeversammlung beraten werden sollen», erklärte Gemeinderat René Schönfelder im Rahmen der Präsentation der Schutzmassnahmen in der Schule während der Corona-Zeit. Auch diese Versammlung musste aus diesem Grund wohl in den Oktober verschoben werden. Da werde dann hoffentlich der Projektierungskredit für die Sanierung der Gebäude in Erlen genehmigt. Die in den 50er-Jahren erstellte Infrastruktur wurde zwar regelmässig und sorgfältig unterhalten, die letzte grosse Sanierung wurde aber im Jahr 1998 durchgeführt. «Nun stehen die Arbeiten wieder an.» Zudem wolle man die Gelegenheit nutzen, einige Änderungen durchzuführen, welche modernen Unterricht ermöglichen oder sicher vereinfachen. «Gerade mit dem kürzlich eingeführten Lehrplan 21, haben sich die Unterrichtsmethoden deutlich geändert», meinte dazu Martin Bilger, Hauptabteilungsleiter Bildung und Familie. Dazu gehören auch vermehrt Gruppenräume, in denen kleinere Gruppen von Kindern lernen können. Um dies mit vergleichsweise einfachen Mitteln zu erreichen, sollen die Treppen aus den bestehenden Gebäuden herausgenommen und neu installiert werden. «In der freigewordenen Fläche können so die neuen Räumlichkeiten direkt neben den Klassenzimmern eingefügt werden.» Eine weitere Anpassung an die aktuelle Zeit geschieht im sogenannten Schulleiter-Trakt. «Hier werden die Büros angepasst und vor allem die Tagestruktur neu eingegliedert.» Dieses Angebot werde bereits jetzt rege genutzt und dürfte in der Zukunft kaum an Bedeutung verlieren. An dem neuen Ort habe man so aber auch direkten Zugang zum Spielplatz des Kindergartens, was vieles erleichtern dürfte. «Nach der Sanierung in Netstal sei Erlen ein zweiter, aber ganz sicher nicht letzter Schritt, um die Schulinfrastruktur in der Gemeinde Glarus in Stand zu halten und den modernen Anforderungen anzupassen», schloss Schönfelder auch mit Blick auf das Buchholz, welches ebenfalls seine 40 Jahre überschritten hat.