Schwache Leistungen der Glarner und des Schiedsrichters führten zur Heimniederlage

Mit einer Portion Selbstvertrauen und einem Freundschaftsspiel-Sieg im Rücken starteten die Glarner Moskitos zum Meisterschaftsspiel am vergangenen Samstagabend im Buchholz. Gegner waren die Rapperswil-Jona-Lakers. Leider entwickelte sich das Spiel schon in den Startminuten nicht optimal für die Glarner.



Nächstes Spiel der Moskitos: Samstag
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In den ersten sieben Minuten konnten die Glarner dreimal in Überzahl aufs Eis – jedoch setzten sie diesen Vorteil nicht in ein Tor um. Die Glarner spielten irgendwie mit angezogener Handbremse, waren nicht spritzig und schnell genug vor dem gegnerischen Tor. Irgendwie steckte der Wurm in der Mannschaft – nichts klappte – auch das Zusammenspiel nicht. Vielfach waren sie mit Abwehrarbeit beschäftigt und kamen kaum zu Chancen. Erst ab der 10. Spielminute konnten die Glarner ein wenig Druck ausüben und gelangten mit dem einen oder anderen Angriff immer wieder in die Zone der Lakers. Das Spiel plätscherte so vor sich hin – Spannung kam bei beiden Teams keine auf.

Erst nach der ersten Drittelspause erwachten die Glarner aus dem Dornröschenschlaf – sie spielten angriffiger und waren auch kampfeslustiger. Die Lakers standen dem nicht nach und konterten einen Angriff der Glarner und so stand es in der 22. Spielminute plötzlich 0:1 für die Gäste. Die Glarner reagierten prompt – nur dreieinhalb Minuten später konnten sie endlich ein Powerplaytor zum 1:1 erzielen. Es war Nic Luchsinger, welcher auf Zuspiel seines Bruders Jan den Puck ins Tor lenken konnte. Die Freude über das erste Tor nach 25 Minuten war bei der Mannschaft riesig. Doch nur wenige Sekunden später musste ein Glarner Platz auf der Strafbank nehmen. Die Lakers kamen infolge zwei- bis dreimal gefährlich vors Glarner Tor, jedoch konnten sich die Glarner Spieler bei ihrem Torhüter Björn Blumer bedanken, welcher seinen Kasten sauber hielt. Nun war endlich Leben im Spiel. Kurze Zeit später konnten die Glarner wiederum im Powerplay reüssieren. Dem Captain der Glarner, Janik Pöpl, gelang ein Traumtor. Mit einem Gewaltsschuss von der blauen Linie aus liess er dem Lakers-Torhüter keine Chance und die Glarner gingen erstmals in diesem Spiel in Führung. Nun kam es leider wieder, wie schon so oft in dieser Saison: Die Führung hielt nur 10 Sekunden. Eine kleine Unaufmerksamkeit reichte, und die Lakers glichen zum 2:2 aus. Nun kam es faustdick für die Glarner: Innert einer Minute mussten gleich drei Glarner, wegen fragwürdigen Schiedsrichter-Entscheiden, auf der Strafbank Platz nehmen. Den 72 Zuschauern im Buchholz stockte in der Folge manchmal der Atem, denn die Glarner waren zu dritt gegen fünf Lakers nur noch mit Abwehrarbeit beschäftigt. Die Glarner gaben alles, damit kein Gegentreffer erzielt wurde. Der Glarner Torhüter Björn Blumer und seine Verteidigerkollegen musste alle ihre Tricks auspacken, um keinen Treffer zuzulassen. Doch nach über zwei Minuten doppelter Unterzahl war es um die Glarner geschehen, irgendwie im «Gnüäl» vor dem Tor konnten die Lakers den Puck im Tor unterbringen. Frust pur der Glarner. Der Doppelschlag folgte gleich. Drei Sekunden waren die Glarner komplett auf dem Eis, schossen sich die Lakers mit einem Tor zwischen den Beinen des Torhüters hindurch zur 2:4-Führung. Das war ein arger Dämpfer. Zum Glück kam zwei Minuten später die Fünfminuten-Pause.

Doch leider wurde das Spiel der Glarner nicht besser. Das Zusammenspiel funktionierte heute nicht optimal. Nur wenig schöne Angriffe der Glarner wurden gezeigt. Auch der Schiedsrichter gab Strafen, welche zu hinterfragen waren. So musste bereits nach zwei gespielten Minuten wiederum ein Glarner zwei Minuten auf die Strafbank. Nur wenige Sekunden später noch ein zweiter. Diese Situation hatten wir doch bereits mal im Mittelldrittel. Dieses Mal kam es aber viel besser. Die Lakers waren kaum im Angriff. Janik Pöpl schnappte dem Gegner den Puck weg und kam in schnellem Tempo alleine vors Tor und erzielte ein herrliches Shorthander-Tor zum 3:4. Es klappte also doch noch! Dieses Unterzahlspiel überstanden sie nun ohne weitere grosse Probleme. In der 47. Spielminute war es wiederum der Glarner Captain Janik Pöpl, welcher gekonnt den Puck ins Tor zum 4:4-Ausgleich einschob. Im weiteren Spielverlauf kam es auf beiden Seiten zu einigen Torchancen. Die Zuschauer feuerten das Heimteam zu weiteren Toren an – jedoch war das Quentchen Glück heute nicht auf ihrer Seite. Gemeinsame Angriffe des Teams sah man selten – jeder wollte selber sein Glück versuchen. 100%-Chancen blieben ohne Tor. Ja wie man so schön sagt, wenn man selber die Tore nicht schiesst – machts der Gegner. Dies war auch jetzt der Fall. Einmal mehr mussten die Glarner zu zweit auf die Strafbank – die Lakers gingen mit 4:5 in Führung. In den Schlussminuten setzten die Glarner alles daran, den Ausgleich zu erzielen. Auch Strafen des Gegners liessen sie ungenutzt verstreichen – der Puck fand einfach den Weg nicht ins Tor.

Bitter enttäuscht und frustriert verliessen die Glarner das Eis nach der 4:5-Heimniederlage.

Nun gilt es diese bittere Niederlage zu verdauen. Das Trainerduo Patrick Faoro und Orlando Ragnolini ist nun gefordert, das Team wieder aufzubauen und zu motivieren. In zwei Wochen treffen die Glarner auswärts auf den EHC Thalwil. An diese Mannschaft haben sie gute Erinnerungen, 6:5-Sieg beim Heimspiel in November! Das ist doch eine Motivation!