Schwanden wird mit Erdgas erschlossen

Die Technischen Betriebe Glarus (tb.glarus) erweitern das Erdgasnetz im Glarnerland bis nach Schwanden. Ausschlaggebend für die Umsetzung war hier die Zusammenarbeit mit drei ansässigen Unternehmen.




«Seit jeher hat sich der Hauptort und haben sich somit die tb.glarus um die Versorgung mit Gas im ganzen Kanton Glarus gekümmert», blickt Martin Zopfi-Glarner, Geschäftsführer tb.glarus, noch einmal in die Vergangenheit zurück, bevor es um die Zukunft geht. Denn das Gasnetz im Kanton wird mit dem Anschluss nach Schwanden um ein interessantes Gebiet erweitert. In einem gemeinsamen Projekt mit der Gemeinde Glarus Süd und den tbgs wird ein Werkleitungsverbund zwischen Mitlödi und Schwanden gebaut. Ab der Tschachenbrücke in Schwanden können die zu einem grossen Teil bestehenden Gasleitungen, nach einer den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprechenden Sanierung, wieder aktiviert werden. Dank dieser Massnahme können die Verkehrseinschränkungen während der Bauzeit auf ein Minimum reduziert werden. «Mit der grossen Industriedichte im Tschachen und seiner Bevölkerungsdichte an sich ist Schwanden sehr interessant», meint Zopfi-Glarner weiter. Da aber nicht aufs Blaue hinaus gebaut werde, war wegweisend, dass schon zu Beginn wichtige Unternehmen in das Projekt eingebunden werden konnten. Im Detail sind dies die Brauerei Adler AG, Schätti AG Metallwarenfabrik und Kindlimann & Co. Bei Letzterer wird gleichzeitig das Wirtschaftsarchiv auf dem Mühleareal angeschlossen. Bei den ersten beiden Firmen ist im Produktionsprozess eine bedeutende Menge an Wärme notwendig, welche bisher mit Erdöl erzeugt wurde. «Bei uns stand bereits seit einiger Zeit die umfangreiche Erneuerung der bestehenden Heizung zur Diskussion. Nach eingehenden Vorabklärungen haben wir uns für den Energieträger Erdgas entschieden», betont dazu Roland Oeschger, Geschäftsführer Brauerei Adler AG. Als Erweiterung für die Zukunft bestehe auch die Möglichkeit, die Abfüllanlage miteinzubeziehen. Eine ähnliche Möglichkeit sieht Thomas Schätti, Geschäftsführer Schätti AG Metallwarenfabrik, bei der Pulverbeschichtung in seiner Firma. «So könnte unser Energiebedarf zur Hälfte mit Erdgas abgedeckt werden.» Bei Biogas geschähe dies zudem CO2-neutral und hätte so einen weiteren positiven Effekt. Auch Ueli Kindlimann von Kindlimann & Co. sieht viele positive Seiten beim Wechsel von Öl zu Gas. «Neben der besseren Ökobilanz fällt zum Beispiel der grosse Öltank weg.»

«Die tb.glarus freuen sich, so gute Partner gefunden zu haben», erklärt Martin Zopfi-Glarner. Natürlich hoffe man, weitere Interessenten nicht nur in der Industrie und Gewerbe für den nachhaltigen Energieträger Erdgas und Biogas zu finden. «Das Potenzial in Schwanden ist gross.»


*Jürg Huber ist Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer.