Schwarze Kunst treibt seltsame Blüten

Zur Ausstellung «Druckperiode» finden die Drucktage statt. Im Museumbickel Walenstadt wird die siebenköpfige Birkendorfer Kunstdruck-Gruppe an der Arbeit sein. Die vor Ort und Publikum entstandenen Drucke werden an Pfingsten um 17 Uhr im Rahmen einer kleinen Vernissage gezeigt.



Stephan Burkhardt am Setzkasten in der Druckwerkstatt im Museumbickel Walenstadt (Bild: zvg)
Stephan Burkhardt am Setzkasten in der Druckwerkstatt im Museumbickel Walenstadt (Bild: zvg)

Gegenwärtig ist im Museumbickel Walenstadt die Ausstellung «Druckperiode» mit Holzschnitten der Vereinigung Xylon zu sehen (bis 10. Juni 2007). Im Rahmen dieser Schau finden die Drucktage vom kommenden Freitag, 25. Mai, bis Sonntag, 27. Mai, statt. Drei Tage arbeitet die internationale Birkendorfer Kunstdruck-Gruppe und präsentiert dem Publikum anlässlich einer kleinen Vernissage ihre entstandenen Drucke vor Ort an Pfingsten um 17 Uhr.

Der Birkendorfer Kunstdruck-Gruppe gehören an: Peter Bergner, Birkendorf; Andreas Poppmann, Berlin; Andreas Hoffmann, Münchenstein; Roberto Mazzucchelli, Sissach; Stephan Burkhardt, Vättis; Hans-Ulrich Frey, Vättis, und Martin Stützle, Ennenda. Als Gast ist der Kurator des Museumbickel Walenstadt mit dabei, hat er doch einmal eine Lehre als Typograf absolviert.

Schwarze Kunst aus Birkendorf

Birkendorf liegt im Schwarzwald. Dort haben sich 2002 auf Einladung des Druckers und Papierschöpfers Peter Bergner eine Gruppe von Jüngern der Schwarzen Kunst getroffen. Seither findet mindestens einmal im Jahr daselbst ein Druckertreffen statt, das letzte Jahr in Ennenda und heuer eben in Walenstadt. Als Schwarze Kunst wurde eine Berufsausübung bezeichnet, die mit der Entwicklung der beweglichen Lettern und des Buchdrucks verbunden war, wobei sich «schwarz» auf die entsprechende Druckfarbe bei Büchern und Zeitungen bezog.

Unorthodoxe Herangehensweisen

Die Birkendorfer Kunstdruck-Gruppe besteht aus Druckern, Giessern, Setzern, Grafikern und Künstlern. Sie verstehen sich als Brückenbauer zwischen Handwerk und Kunst. Durch unorthodoxe Herangehensweisen trachten sie die Grenzen des alten Handwerks der Setzer und Drucker zu überschreiten. Sie erproben neue Techniken, Materialien und Ausdrucksarten und lassen dabei die Schwarze Kunst wunderliche Blüten in bunten Farben treiben.