Schweizer Goldschützen kommen aus Mitlödi – Lio Wickihalder und Silvio Freitag sind Schweizermeister

Tim Landolt (Silber 300m), Silvio Freitag (Gold 300m) und Lio Wickihalder (zweimal Gold 50m) heissen die glücklichen Glarner Medaillengewinner der diesjährigen Schweizermeisterschaft in Thun.



Lio Wickihalder mit doppeltem Gold an der Kleinkaliber Schweizermeisterschaft. (Bild: zvg)
Lio Wickihalder mit doppeltem Gold an der Kleinkaliber Schweizermeisterschaft. (Bild: zvg)

Der Nationalmannschaftsschütze Lio Wickihalder gehört mittlerweile zur nationalen Spitze und ist an solchen Anlässen in seiner Kategorie einer der Favoriten auf Edelmetall. Der Mitlödner bewies an der diesjährigen Schweizermeisterschaft in Thun, dass die Medaillenvergabe nicht um ihn herumkommt. Der Glarner Kaderschütze startete mit dem Kleinkalibergewehr in den Disziplinen Dreistellung und Liegend, wobei seine Chancen beim Dreistellungsmatch grösser waren als bei den 60 Schuss liegend.

Volle Ausbeute für Wickihalder

Kniend legte Lio Wickihalder den Grundstein für den späteren Finaleinzug. Mit 195 Punkten stand er als Bester der 24 Gestarteten auf. Liegend schoss er 198 von möglichen 200 Zählern. Stehend gelang ihm mit 96 Punkten ein ordentlicher Start, ehe er mit 93 Ringen die 189 Punkte totalisierte. Mit sehr guten 582 Punkten qualifizierte er sich als Erster für den Finaldurchgang. Im Final der besten acht liess er es einmal mehr krachen. Bereits nach den zehn Kniendschüssen nahm er seinem ersten Verfolger, Dorian Saillen, 1,6 Punkte ab. Liegend konnte er den Vorsprung mit sehr guten 104,3 Ringen halten. Stehend war es dann zwischen dem Walliser und dem Glarner ein Kopf-an-Kopf-Rennen, wobei Saillen zwischenzeitlich die Führung übernahm. Vor dem letzten Schuss lag Wickihalder mit 0,2 Punkten Rückstand auf Rang zwei. Dann flimmerten 10,2 und 9,3 Punkte auf den Monitoren. Der höhere Wert gehörte dem Mitlödner, der damit Glarner Sportgeschichte schrieb. Mit 357,1 Zählern wurde er nicht nur Schweizermeister, sondern überbot auch gleich seinen eigenen Finalschweizerrekord vom Mai 2026 um 3,4 Punkte. Nur einen Tag später doppelte der frischgebackene Schweizermeister beim Liegendmatch nach. Mit 611,4 Ringen qualifizierte er sich als Dritter für den Final. Dass der Glarner finalstark ist, ist längst bekannt. Nach dem Rummel vom Vortag aber gleich nachzudoppeln, beweist Nervenstärke. Nerven zeigte der Glarner dann aber doch noch. Vor dem letzten Schuss lag Wickihalder mit 1,5 Punkten vor Dorian Saillen in Front. Der Walliser nahm das Geschenk des Glarners (8,8) nicht an und schoss eine 9,3 aus. Damit liess sich Lio Wickihalder mit 246,7 Punkten zum zweiten Mal zuoberst auf dem Podest ablichten und verwies seinen Kaderkollegen erneut auf den zweiten Rang. Nadine Jöhl erreichte bei den U17-Juniorinnen liegend den 19. Rang. Dreistellung schoss sie sich auf den 9. Rang – Jan Schlegel bei den Junioren liegend auf Rang 25. Auf denselben Rang schoss sich Corinne Jöhl bei den U21-Juniorinnen. Dreistellung fehlten ihr vier Punkte für den Final (Rang 12).

Schweizer- und Vizeschweizermeister

Die nächsten Medaillen nahmen die Glarner über die 300m Distanz nach Hause. Silvio Freitag, der mit der 7,5mm-Munition schoss und dadurch keineswegs im Vorteil gegenüber der Konkurrenz war, düpierte seine Mitstreiter. Dem Mitlödner gelang der Match seines Lebens und gewann liegend mit dem Standardgewehr bei den Senioren den Schweizermeistertitel mit 595 Punkten. Fredi Ronner erreichte Rang 25. In derselben Disziplin, jedoch bei der Elite, stand Tim Landolt mit 596 Zählern einmal mehr auf dem Podest (Silber). Bei den Veteranen wurde Josef Gisler 41. Beim Programm 2x30 (kniend/liegend) wurde Silvio Freitag 7. Die Sturmgewehrschützen (Stgw 57) belegten liegend die Ränge 44 (Ulrich Benz) und 49 (Dennis Weber Elite). Bei den Veteranen schoss Martin Sigrist (45.). Reto Hofer wurde mit dem Sturmgewehr 90 50. Pia Freitag (Stgw 90) wurde beim 2x30 Schuss 20. Gina Landolt belegte mit dem Kleinkalibergewehr beim Liegendmatch den 21. Rang, nachdem sie wegen eines Schusses auf die falsche Scheibe einen Nuller einfing. Ohne diesen Lapsus wäre sie im Final gestartet.

Rang 4 für Robert Eberle

Das Glarner Pistolenaushängeschild Robert Eberle verpasste mit der Pistole beim Schnellfeuerprogramm das Podest mit Rang vier. Der zweite Pistolenschütze, Jürg Frei, belegte über 50m mit der Freipistole den 31. Rang.