Schweizerrekord an Luftgewehr-Europameisterschaftspremiere durch Lio Wickihalder

Lio Wickihalder schiesst sich an der Luftgewehr-Nachwuchs-Europameisterschaft in Burgas (Bulgarien) auf Rang 37. Mit dem Team verbesserte er den Schweizer Rekord.



Lio Wickihalder reiste mit wertvoller Erfahrung aus Burgas ab. (Bilder: zvg)
Lio Wickihalder reiste mit wertvoller Erfahrung aus Burgas ab. (Bilder: zvg)

Mit grossen Ambitionen und viel Selbstvertrauen im Gepäck reiste der junge Glarner Lio Wickihalder an die Luftgewehr-Europameisterschaft nach Bulgarien. Trotz aufsteigender Formkurve und guten Ergebnissen national wie auch international, wusste der Mitlödner, dass ein Podestplatz eher eine Überraschung wäre. Die Zielsetzung musste die Finalteilnahme sein, denn dann wäre alles möglich gewesen.

Leistung bestätigt – Rang 37

Prioritär war wichtig, dass der Glarner Sportschütze an seiner ersten Europameisterschaft die Leistung abrufen kann – und dies tat er. Mit 104,2 Ringen startete der Kantonsschüler sehr gut in das 60-Schuss-Programm, welches in Zehntel gewertet wurde. Der Europarekord liegt bei 632,5 Punkten, erzielt durch Aleksa Rakonjac im Sommer 2025, während die Weltrekordmarke gar bei 637.9 Zählern liegt (Lihao Sheng). Nur gerade 21 von 64 Junioren lagen nach zehn Schuss vor dem Schweizer. Danach folgten 103,3 Punkte, ehe er mit 104,1 Zählern nochmals vielversprechend nachlegte. In der vierten Passe kam der Durchhänger (102,6). Anschliessend fügte er gute 103,9 und 103,4 Punkte an. Mit 621,5 Ringen klassierte er sich hinter seinen Landsleuten Daniel Zürcher (624,6) und Dorian Saillen (624,1) auf dem 37. Rang. Für den angepeilten Finaldurchgang wären 628,8 Ringe nötig gewesen. Der Europameistertitel ging mit 251,1 Ringen im Final an den Ungaren Balint Kalman vor dem Deutschen Benedikt Ascher (249,5) und dem Ukrainer Kyrylo Buhaitsev (228,8).

Neuer Schweizer Rekord

Das Schweizer Trio erzielte mit 1870,2 Punkten einen Schweizerrekord. Auch bei den übrigen Einzel- und Teamwettbewerben schlugen sich die Schweizer Junioren tapfer. Beim Solomatch wurde für jeden Treffer über einer 10,3 ein Punkt vergeben. Lio Wickihalder sicherte sich 22 Punkte. Damit klassierte er sich auf dem 21. Rang. Um die zweite Runde zu erreichen, hätte der Mitlödner einen Hit mehr gewinnen sollen. Den Trio-Wettkampf schlossen die Schweizer mit 618,0 Zählern auf dem 10. Rang ab (Saillen 208,7, Zürcher 204,9 und Wickihalder 204,4).