Dass ein inhabergeführter Handwerksbetrieb sein 100-Jahr-Jubiläum feiern kann, ist in Zeiten von Supermarkt-Fleischtheken und industrieller Massenproduktion keine Selbstverständlichkeit mehr. Zu diesem stolzen Jubiläum gab es viel zu erzählen und mit Freude, aber auch Demut, zurückzublicken. Inhaber und Geschäftsführer Marco Menzi verstand es ausgezeichnet, die Gäste aus nah und fern und aus allen Schichten, humorvoll, pointenreich und erfrischend kurz durch die Vergangenheit zu führen. Einen besonderen Dank sprach er den Mitarbeitenden, Ehemaligen, Mitbewerbern, Kunden Zulieferern usw., usw. aus. Aber vor allem seiner Familie, welche ihn immer tatkräftig mittragen.
Rigorose Haltung was Regionalität betrifft
Seit 2019 ist Menzi Metzg beim Frischfleisch komplett importfrei und produziert alles im Betrieb in Mitlödi. Weil Gutes Bestand haben will, werden die Rezepte von Generation zu Generation weitergegeben. Darum entstehen täglich frische Wurstwaren nach bewährten und innovativen Rezepten, welche schon mehrfach auf nationaler und internationaler Ebene ausgezeichnet wurden.
«Das Fleisch», so Menzi, «wird von Glarner Bauern, die unsere Werte teilen, bezogen. So können wir artgerechte Haltung und kurze Transportwege garantieren».
Seit 2016 vereint die Menzi Metzg einen Volg-Laden und eine Poststelle unter einem Dach und ist damit zum vollständigen Nahversorger für die Einwohner der Gemeinde Glarus Süd geworden.
Und nicht zu vergessen ist der Partyservice für private Feiern oder einem öffentlichen Fest, welcher bereitsab 30 Personen angeboten wird. Beste Werbung dafür wurde mit den köstlichen Sachen auf den Apéroplättchen, dem herrlichen Selbstbedienungs- aber auch mit dem wunderbaren Dessertbuffet gemacht.
Freude, Mut, Verbundenheit
Während Regierungsrätin Marianne Lienhard in ihren Grussworten auf die Weitsicht, Mut, Verbundenheit und Qualität hinwies, nahm Gemeindepräsident Peter Zentner – in einer seiner ersten Grussbotschaft – den Betrieb als Vorbild für gute Dienstleistung und Freundlichkeit.
Urs Kern, Präsident des Metzgermeister-Verbandes lobte die engagierte, unkomplizierte Tätigkeit nicht nur im Verband, sondern auch die Tatsache, dass Marco Menzi den Jungen immer wieder eine Chance zur Erlernung des Handwerks gibt.
Was soll man(n) einem Freund nach 35 Jahren inniger Freundschaft, in guten wie in schlechten Zeiten, noch schenken? Das war die Gretchenfrage, welche sich Ralph Müller stellte. Treffender als die Autonummer GL 1926, welche er seit Jahren hortete, hätte es bestimmt nicht sein können.
Lustig und locker oder einfach – echt – unvergesslich wurde das Jubiläum bis in die frühen Morgenstunden zelebriert.






























