Senioren und Aareschlucht

Der Glarner Seniorenverband war unterwegs – und wie! Grad zwei voll besetzte Cars, von rücksichtsvoll fahrenden Chauffeuren der Unternehmungen Niederer und Fischli gelenkt, waren ab Linthal bereits am frühen Morgen mit deutlich mehr als 60 erwartungsfreudigen Reiseteilnehmern Richtung Innerschweiz unterwegs – stark auf die Wetterprognosen des Vorabends vertrauend. Erste «Haltestation» war Gisikon – für die gewiss verdiente Kaffeepause. Die Weiterfahrt führte über den Brünig nach Meiringen. Ein Besuch der Aareschlucht stand auf dem Programm.



Um es vorwegzunehmen: An diesem Tag stimmte einfach alles. Die starken Regenfälle liessen nach und machten der wärmenden Sonne Platz. Wer sich trittsicher und schwindelfrei fühlte, verliess bald einmal die Cars, passierte das Eingangstor und fand sich in einer archaischen Welt wieder. Andere nahmen es gemächlicher und erkundeten Teile der Schlucht vom Haupteingang her. Tosende Wassermassen zwängten sich gar ungebärdig zwischen den wilden, schroff ansteigenden Felswänden dahin. Es rauschte, gurgelte, spritzte – wie es seit Jahrhunderten wohl der Fall war. Das Lichtspiel der Sonne, die Fülle des zuweilen erdfarbenen Wassers, rundgeschliffene Steine, sich an die Felsvorsprünge klammernde Büsche – wilder und malerischer könnte kein Bild sein. Man verharrte, hörte hin, bestaunte die ungezügelte Wildheit; die Fülle der so gewonnenen Eindrücke war irgendwie endlos, zeigte auf, wie gewaltig die Natur zuweilen sein kann. Nach rund 40 Minuten verliess man die enge Schlucht und die gut gesicherten Wege.

Im gleichnamigen Restaurant wurde man bestens verwöhnt. Die munteren Tischgespräche drehten sich nicht selten um soeben Erlebtes. Nun war es gemütlicher, ruhiger, gemächlicher.

Geplant war die Weiterfahrt über den Susten nach Schwyz. Es musste ein Umweg in Kauf genommen werden. Die Schneemassen verunmöglichten das Befahren des Passes. Die Dauer des Zvierihalt war derart, dass es zu einem kurzen Einkaufsbummel oder einen Gang durch den sehenswerten Hauptort reichte.

Müde und um viele Erlebnisse reicher, kamen alle in den heimatlichen Gefilden an – bereits mit dem Blick auf Kommendes, wie das Treffen mit den Bündnern im Landesplattenberg Engi, die Seniorenwoche am Gardasee, ein Referat des Physiotherapeuten Fritz Bolliger aus Glarus und anderes.