SG Albis Foxes/SC ZKB – HC Glarus II 16:20 (9:10)

Wie im Hinspiel tat sich die zweite Mannschaft des Handballclubs Glarus auch auswärts in Adliswil schwer gegen die deutlich schlechter klassierten Albis Foxes. Der Sieg war zwar nicht in Gefahr, das Spiel hingegen über weite Teile etwas kampf- und emotionslos.



Die zweite Mannschaft des Handballclubs Glarus.
Die zweite Mannschaft des Handballclubs Glarus.

Die Glarner sind keine Freunde von Partien unter der Woche. Letzten Dienstag stand trotzdem wieder eine der zum Glück seltenen Auseinandersetzungen auf dem Programm. Zudem war der Gegner eine altbekannte Truppe, welche aus vergangenen Meisterschaftsjahren unangenehm wird in Erinnerung bleiben. Es waren jeweils Partien, welche knapp ausgingen, und der HCG musste auch schon Punkte in Adliswil liegen lassen. Für das aktuelle Spiel hatten die Glarner zwar einige verletzungsbedingte Absenzen zu verzeichnen, konnten jedoch mit genügend Auswechselspielern antreten. Nach einer kurzen, abtastenden Startphase trat Glarus wie der Favorit auf und diktierte das Spiel. Das Abwehrverhalten der Zürcher verleitete die Glarner vielfach zu schnellen Abschlussversuchen. Dabei zeigte sich das konsequente Eingreifen des Gastgebers, welches teilweise direkt auf den Wurfarm zielte und hätte geahndet werden können. Auch die Chancenauswertung führte dazu, dass sich die Glarner nicht von den Platzherren absetzen konnten. Zudem hätte der eine oder andere Gegentreffer ohne grösseren Aufwand verhindert werden können. So war die Favoritenrolle nach wenigen Minuten nicht mehr so klar ersichtlich. Zwischenzeitlich lagen die Gäste zwar mit vier Treffern in Führung, fanden aber immer noch nicht wirklich ins Spiel und vergaben den Vorsprung in den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff fast wieder vollends. Mit knappem Vorteil ging es dann nach 30 Minuten in die Garderobe zur Halbzeitanalyse. Beim Stand von 10:9 gab es speziell die magere Anzahl geworfener Tore zu bemängeln. Für die zweite Halbzeit galt es dementsprechend, die Differenz zu eigenen Gunsten zu erhöhen.

Nach dem Seitenwechsel versuchten es die Glarner mit einer leicht geänderten Taktik in der Defensive. Da die Zürcher aber dennoch zu einigen Treffern kamen, wurde diese immer wieder etwas geändert. Es hätte jedoch keinen Grund dazu gegeben. Das Spiel widerspiegelte aber auch das eher stärkere Abwehrverhalten der Albis Foxes. Für ihren Tabellenplatz liessen sie nämlich verhältnismässig wenig Gegentreffer zu. Und so taten sich auch die Glarner weiterhin schwer, Tore zu erzielen. Immer wieder blieben sie in der Defensive hängen, und die wenigen Würfe aus dem Rückraum konnten von den Zürchern fast ausnahmslos geblockt werden. Dennoch hatten die Gäste den Vorsprung von vier Treffern wieder hergestellt, zu mehr sollte es aber nicht reichen. Es fehlte an flüssigem, druckvollem Spiel über mehrere Stationen. Stattdessen wurde oft der schnelle Abschluss gesucht und dabei einige Chancen vergeben. Die Zeit verstrich dabei und es nahte die Schlusssirene. Zu Recht wurde gegen den Gastgeber in der Schlussphase noch eine rote Karte angezeigt. Bei einem Gegenstoss der Glarner wurde dieser beim Abschluss am Wurfarm von einem Zürcher zurückgehalten. Das vorzeitige Aufsuchen der Dusche war die logische Konsequenz. Den Vorteil, während zweier Minuten in Überzahl spielen zu können, vermochten die Glarner jedoch kaum auszunutzen. So spielten die Glarner auch im Rückspiel einem Pflichtsieg gegen die Albis Foxes entgegen und trennten sich schlussendlich knapp, aber dennoch sicher mit 20:16 von den Zürchern.

Für die Glarner folgt nun eine grössere, spielfreie Zeit bis zum 18. Januar. Dabei werden sie in Zürich dem TV Witikon gegenüberstehen. Die Zürcher dürften bis dann wieder der direkte Tabellennachbar hinter den Glarnern sein. Das Hinspiel konnten die Glarner damals jedoch deutlich mit 21:12 für sich entscheiden. Zwei weitere Punkte gegen diesen Gegner wären äusserst wichtig, bevor der HC Glarus wieder auf die Mannschaften aus dem vordersten Tabellendrittel treffen wird.