Schon im Mai setzte sich die JUSO mit einer Petition für eine Freilassung und die Klärung des Aufenthaltsstatus von Sha’aban Rashid und Jubrayel Murad ein. Seit der Freilassung von Rashid am Donnerstagabend sind nun beide auf freiem Fuss. Ungeklärt bleibt weiterhin ihr Aufenthaltsstatus in der Schweiz. Macht es Sinn, dass diese beiden nun als Sans-Papier in der Schweiz leben müssen? Es ist ihnen verboten einer Arbeit nachzugehen und auf völlig legale Art und Weise ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die kantonalen Behörden zeigen hiermit deutlich wie man erfolgreich selbst „Probleme“ produziert, über die man sich dann später empören kann. Die JUSO fordert eine nachhaltige und sinnvolle Lösung für die beiden, Justizdirektor Andrea Bettiga hätte diese Möglichkeit mit einer Härtefallregelung.
Beantwortet haben möchte die JUSO die Frage, was denn diese neun Monate Gefängnis genützt haben. Es entstanden dadurch Kosten im Rahmen von ca. 100'000 Franken für die Glarnerinnen und Glarner und unnötiges Leid für die Gefangenen. Nun werden sie freigelassen, ohne dass sich die Situation verändert hätte. Dabei ist zu beachten, dass vor ihrer Einkerkerung beide Flüchtlinge eine Arbeitsstelle hatten, man war mit ihnen hochzufrieden und sie galten als gut integriert. Justizdirektor Andrea Bettiga hat eine schwierige Frage zu beantworten: Was nützte die ganze Aktion dem Glarnerland oder den betroffenen Menschen?
«Tümpis» zwischen Vergangenheit und Zukunft



