«Sibäsiäch» erhält den Dr. Rudolf-Stüssi-Preis

Am vorletzten Donnerstag wurde der Dr. Rudolf Stüssi-Preis an Roger Rhyner überreicht; passend an einer seiner Wirkstätten, dem Fabriktheater Schwanden. Der Preis würdigt das überaus vielfältige Schaffen des Multitalents. Er selbst bedankte sich bei den Menschen, die ihn auf seinen Wegen begleitet und unterstützt haben. Er habe von jedem von ihnen viel lernen können.



«Sibäsiäch» erhält den Dr. Rudolf-Stüssi-Preis

Im Dezember 1940 wurde der Dr. Rudolf Stüssi-Fonds vom damaligen Ständerat Dr. jur. Rudolf Stüssi gegründet. Er wurde gespeist aus Zuwendungen und aus dem Erbe des Stifters an die damalige Schulgemeinde Glarus-Riedern. Der Fonds hat sich auch zum Ziel gesetzt, Ehrengaben für bedeutende Leistungen auf dem Gebiet der Forschung, der Wissenschaft oder der Kunst zu verleihen. Bei keinem der bisherigen 30 Preisträger dürfte sich diese Leistungen auf so viele Bereiche verteilen, wie beim neusten Mitglied Roger Rhyner. An der Preisverleihung am letzten Donnerstag im Fabriktheater Schwanden versuchten Gemeindepräsident Peter Aebli und Gemeinderat René Schönfelder einen Überblick zu verschaffen. An dieser Stätte sei er zum Beispiel immer wieder als Schauspieler zu bestaunen und vor allem zu belachen. Und dies in den Stücken der Chliibüni Glärnisch, die er zusammen mit Leopold Ramhapp gleich selber schreibt. Als Autor ist er zudem mit dem Geissbock Charly mit zahlreichen Büchern erfolgreich auf dem Markt und erfreute mit den Werken unzählige Kinder. Über viele Jahre war er zudem die Glarner Stimme im Radio Zürisee. Als wäre das nicht schon preisverdächtig ist er selber Musiker, hat den Atlantik überquert, an einer Dinosaurier-Ausgrabung teilgenommen und zehn Tage im Wald überlebt. «Wahrscheinlich würden wir sicher noch viele andere Projekte und Ideen finden», war sich Schönfelder sicher. Aber mit dieser nicht abschliessenden Aufzählung habe sich Rhyner sicher den Preis mehr als verdient. Zumal er ein weiteres Kriterium erfüllt. «Der Preis darf nämlich nur einer Person überreicht werden, die die obligatorische Schulzeit in den Schulen von Glarus und Riedern absolviert hat.»

Rhyner räumte bei seiner Ansprache ein, dass der Preis viel mehr anwesenden Personen und vielen mehr gebührt, denn sie hätten ihm vieles gelehrt und ihn bei seinen vielen Ideen unterstützt. «Man wird von den Menschen und dem Umfeld geprägt. Und jede Begegnung hinterlässt Spuren.»

Umrahmt wurde der feierliche Anlass durch die Musik von Valeska Steiner und Christoph Trummer.