Sich nicht vor Neuem verschliessen

Dieses Jahr feiern die Glarner Bäuerinnen und Landfrauenvereinigung ihr 75-jähriges Bestehen. An der jährlichen Tagung im «Schützenhaus» in Glarus sprach Präsidentin Gabi Krieg von einem Baum, welcher damals als Kern gepflanzt wurde und heute in voller Blüte stehe. So verhalte es sich auch mit der Vereinigung der Bäuerinnen und Landfrauen.



Sich nicht vor Neuem verschliessen

Auch zwei Jahre nach dem Grosseinsatz an der OLMA waren die Bäuerinnen und Landfrauen im vergangenen wieder sehr aktiv und an verschiedenen Veranstaltungen und Anlässen erfolgreich im Einsatz. So zum Beispiel beim Tag der offenen Tür bei der GESKA oder beim Apéro der Glarner Kantonalbank im Freulerpalast in Näfels. Ein Highlight war bestimmt der Auftritt mit den Glarner Trachten am Umzug in Saint-Légier. Gabi Krieg konnte über ein gutes Jahr berichten und bedankte sich bei den vielen Helferinnen und den Vorstandsmitgliedern für ihren grossen Einsatz. «Wir dürfen uns nicht vor Neuem verschliessen, aber stets gilt, man erntet nur, was man sät.»

Jahresrechnung und Jahresprogramm


Die Kassiererin Nadia Disch konnte von einer erfolgreichen Jahresrechnung mit einem Vorschlag von 6872 Franken berichten. Einen grossen Teil zu diesem guten Ergebnis habe der Einsatz an verschiedenen Anlässen beigetragen. Aus dem Hilfsfonds wurden im vergangenen Jahr drei Fälle berücksichtigt. «Mit einem bescheidenen Beitrag können wir den Hilfesuchenden in ihrer Notsituation unter die Arme greifen.» Dafür sei dieser Fonds schlussendlich auch geschaffen, so die Kassiererin. Das Jahresprogramm, welches auch dieses Jahr wieder mit einigen interessanten Ausflügen und Besichtigungen bestückt ist, wurde von der Vizepräsidentin Ramona Zweifel vorgestellt und von der Versammlung mit Applaus genehmigt.

Zwei Jungbäuerinnen ausgezeichnet


Dieses Jahr konnten gleich zwei junge Bäuerinnen aus dem Glarnerland die Auszeichnung «Bäuerin mit Fachausweis» in Empfang nehmen. Sandra Reithebuch von Linthal und Lucia Stüssi von Niederurnen besuchten mit Erfolg während zwei Jahren die verschiedenen Kurse an der Berufsschule in Ziegelbrücke. Das alles neben ihren täglichen Arbeiten und vielschichtigen Aufgaben auf dem Bauernhof. Sicher eine tolle Leistung, die von den anwesenden Bäuerinnen auch mit einem grossen Applaus belohnt wurde. «Ich weiss, was für eine grosse Aufgabe, was für ein grosses zeitliches Engagement hinter dieser Ausbildung steht.» Präsidentin Krieg übergab den beiden Jungbäuerinnen als Anerkennung ein kleines Präsent. Auch die Vizepräsidentin des Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverbandes, Liselotte Peter, betonte in ihrer Grussbotschaft die Bedeutung und den Stellenwert dieser Ausbildung. «Diese Ausbildung ist zurzeit sehr erfolgreich und auch sehr begehrt, denn es handelt sich in der Tat um eine vielseitige und praxisnahe Ausbildung.» Sie könne, so Peter, die jungen Glarner Bäuerinnen nur ermuntern, diese Ausbildung zu absolvieren, sind doch die Kompetenzen der Bäuerinnen immer mehr gefragt.

Grussbotschaft vom Landratspräsidenten


Sehr sympathisch, dass Landratspräsident Kaspar Krieg der Einladung der Bäuerinnen Folge leistete und damit den Stellenwert dieser wichtigen Vereinigung unterstrich. «Wichtig ist», so Krieg, «dass man das Miteinander pflegt, aber dabei das Bild nach aussen nicht vernachlässigt.» Sich vor Neuem nicht verschliessen und Traditionen pflegen, da sei der richtige Weg. Aber auch, dass junge Frauen sich in diesem Kreise wohlfühlen, sei ein wichtiger Aspekt und eine wichtige Aufgabe. «Es ist sehr wichtig, dass die junge Generation mit einbezogen wird, damit eine gute und gesunde Durchmischung von Jung und Alt entsteht.»