Sicherheitsgurte und Telefonieren am Steuer

Sicherheitsgurten tragen bei einer Kollision im Strassenverkehr erwiesenermassen sehr stark zur Verminderung der Körperschäden bei. Umgekehrt konnte bisher kaum nachgewiesen werden, dass jemand gestorben oder erheblich verletzt worden ist, weil er den Sicherheitsgurt getragen hat. Deshalb ist das Tragen von Sicherheitsgurten für die Insassen von Motorfahrzeugen obligatorisch.

 



Die positive Wirkung des Sicherheitsgurts ist unbestritten (Bild: ehuber)
Die positive Wirkung des Sicherheitsgurts ist unbestritten (Bild: ehuber)

Laut Erhebungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung werden diese Regeln von den Fahrzeuglenker/-innen und deren Mitfahrer/-innen auf den Vordersitzen seit der Einführung des Gurtenobligatoriums zu 88% eingehalten. Von den Mitfahrer/-innen auf den Rücksitzen tragen nur 65 % die Sicherheitsgurten. Durch das konsequente Tragen des Sicherheitsgurts könnten bei Verkehrsunfällen viele Menschenleben gerettet werden. Die positive Wirkung des Sicherheitsgurts ist unbestritten. Gemäss Untersuchungen könnten 45% der tödlichen und 35 % der nicht tödlichen Verletzungen vermieden werden.

Das Handy wird überall benützt, auch verbotenerweise beim Lenken eines Fahrzeuges. Das führt oft zu Unfällen. Wer beim Fahrzeuglenken telefoniert, SMS versendet oder andere ablenkende Tätigkeiten verrichtet, ist abgelenkt und die Gefahr steigt, falsch zu reagieren. Aber auch andere ablenkende Verrichtungen wie Essen am Steuer, Karten- oder Zeitunglesen während der Fahrt sind häufig zu beobachten. Folgen sind Abkommen von der Fahrbahn, Auffahrunfälle, Gefährdung von Fussgängern auf Fussgängerstreifen und das Missachten von Rotlichtern.

Die Polizei hat mit ihren Kontrollen nicht nur dafür zu sorgen, dass die Verkehrsregeln eingehalten und damit möglichst weniger Unfälle verursacht werden, sie setzt sich auch dafür ein, dass allfällige Unfallfolgen für die Beteiligten möglichst gering ausfallen. Aus diesem Grund führten die Polizeikorps des Ostschweizer Polizeikonkordats, gemeinsam mit den Kantonspolizeien von Zürich und Schwyz, sowie der Landespolizei des Fürstentums Liechtenstein am Donnerstag, 11. September, zu unterschiedlichen Zeiten auf ihrem gesamten Strassennetz Verkehrskontrollen durch, bei denen speziell auf das Tragen der Sicherheitsgurten und das Telefonieren am Steuer geachtet wurde.

Diese Kontrollen haben folgende Resultate ergeben: Insgesamt wurden 1908 Fahrzeuge kontrolliert. 531 Lenker/-innen und 170 Passagiere trugen ihre Sicherheitsgurten nicht und 122 Lenker/-innen telefonierten während der Fahrt oder liessen sich sonst ablenken.