«Sie haben eine grosse Leistung vollbracht!»

Vergangenen Samstag, 14. Februar 2015, wurden in der Kantonsschule Glarus die besten Maturaarbeiten dieses Jahres prämiert. Um 11.30 Uhr, gleich nachdem der Besuchstag zu Ende ging, versammelten sind Familien, Freunde, Lehrpersonen und die Maturandinnen und Maturanden zur Feier in der Aula.



Eröffnet wurde die Prämierung von Hans-Ueli Landolt und einem Orchester, welches unter seiner Leitung seinen im Rahmen seiner Maturaarbeit selbst komponierten Marsch «Hunter-Flug» zum Besten gab. Darauf betrat Rektor Peter Aebli die Aula-Bühne und lobte die Maturandinnen und Maturanden: «Sie haben eine grosse Leistung vollbracht!» In seiner Ansprache ging der Rektor auch auf die Entwicklung der Maturaarbeit seit ihrer Einführung vor 15 Jahren ein. Nach einem Auftritt des Kanti-Chors, dann endlich die vier Preisträger, welche für ihre Arbeiten jeweils die Bestnote erhalten hattenArtikel. Den Anfang machte Michelle Hauri, die eine Arbeit über den Einfluss von mentalem Training auf den Erfolg verfasst hatte. Sie fand mithilfe von elf Glarner Spitzensportlern heraus, dass dieses für die Umsetzung des Trainierten bei einem Wettkampf essenziell ist, jedoch noch viel Eigeninitiative für das mentale Training selbst aufgebracht werden muss. Maura Hochstrasser stellte daraufhin ihre Arbeit mit dem Titel «Profile der Präsidentinnen und Präsidenten der Fraktionen der Kantonsparlamente» vor. Sie erhob im Rahmen ihrer Maturaarbeit Daten, indem sie Befragungen mit Fraktionspräsidentinnen und -präsidenten aus der ganzen Schweiz durchführte und erstellte anhand derer allgemeine, sprachregionale, geschlechts- und parteispezifische Profile. Die Geschichte seines Grossvaters hatte Marco Eberle, welcher als Dritter seine Arbeit über die zweite Hochschulreform in der DDR und deren Folgen für Studenten und Dozenten präsentierte, aufgearbeitet. Die Einheitspartei SED hatte damals das Ziel, alle Hochschulen und Universitäten zu kontrollieren. Wer sich, wie Marcos Grossvater und seine Freunde, dagegen wehrte und für Freiheit und Demokratie kämpfte, musste harte Strafen erdulden. Als vierte und letzte Preisträgerin erzählte schliesslich Aglaia Emmenegger von ihrer Maturaarbeit zum Erfolg vom Feldversuch vor den Marathon-Europameisterschaften 2014. Bei diesem Marathon-Projekt nahm Aglaia jeweils die Daten der Läuferinnen und Läufer auf, welche sie dann später für ihre Arbeit verwenden konnte. Diese Daten zeigten, dass die Läufer die Tests nutzen konnten, um ihr Training anzupassen und sich zu verbessern, die Teamfähigkeit konnte durch das Projekt ebenfalls gestärkt werden.
Herr Aebli bat die drei Preisträgerinnen und den Preisträger nach ihren Präsentationen noch einmal auf die Bühne, wo sie Applaus ernteten und ihre Urkunden sowie einen Büchergutschein entgegennehmen durften. Der Kanti-Chor entliess das Publikum mit dem Lied «Don’t Worry, Be Happy“ von Bobby McFerrin zum Apéro in der Eingangshalle, womit die Prämierung beendet und wieder ein Jahrgang erfolgreicher Maturaarbeiten abgeschlossen wurde.