Die insgesamt 178 Beobachtungsmeldungen verteilen sich über das ganze Glarnerland. In praktisch allen Glarner Dörfern konnte unsere grösste Schnecke gesichtet werden. Und zwar an 48 Standorten in Glarus Nord, 52 in Glarus und 78 in Glarus Süd. Mit 24 Sichtungen war die Stadt Glarus Schneckensieger.
In vielen Gärten präsent
Die Meldungen bestätigen, was Naturbeobachter wohl schon vermuteten. Die bei uns gesetzlich geschützte Weinbergschnecke kommt erfreulicherweise noch verbreitet im ganzen Kanton vor. Die höchste Beobachtung stammt aus Braunwald auf etwa 1380 m ü.M. Auch dort sind die friedlichen Schnecken, die bevorzugt welke Pflanzenteile und Algen fressen und wertvoll zur Bodenbildung beitragen, ein alltägliches Bild. Die meisten Beobachtungen gelangen in feuchtem Wetter in Gärten, aber auch an Waldrändern, auf Wanderwegen, in Rebbbergen, auf Friedhöfen und an Uferbereichen von Gewässern.
Faszinierende Momentaufnahmen
Viele der Beobachtungen waren mit faszinierenden Geschichten aus dem spannenden Alltag der Weinbergschnecken verbunden. So konnten einige Melder beobachten, wie sich die Schnecken aufwendig mit Liebespfeilen paaren, sorgfältig Erdlöcher für ihre Eier graben, mit ihrer Raspelzunge welke Pflanzenteile dem Boden gleich machen, sich im Erdreich eingraben oder sich mit Kalkdeckel vor der herannahenden Winterkälte schützen.
Verbreitungskarte wird aktualisiert
Alle gemeldeten Fundorte wurden in der Kantonalen Melde-Datenbank erfasst. Ebenso wurden sie an die nationale Datenbank weitergeleitet, damit die schweizerische Verbreitungskarte diesbezüglich aktualisiert werden kann. Das Naturzentrum dankt an dieser Stelle nochmals allen Melderinnen und Meldern herzlich fürs Mitmachen.
Kontakt
Naturzentrum Glarnerland, im Bahnhofsgebäude Glarus
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 14.00–17.30 Uhr, Samstag 10.00–12.00 Uhr, Eintritt frei.
E-Mail: [email protected], Telefon: 055 622 21 82
www.naturzentrumglarnerland.ch
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